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Training
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Es ist wunderschön, einen Hund zu haben. Willst du aber einen zufriedenen, aufgeweckten Hund, der dir keine Plage ist, braucht es Zeit und Arbeit. Jeder Hund, ob Chihuaua oder Dogge, braucht Bewegung. Sorgst du nicht dafür, dass er auf seine Rechnung kommt, wird er sich selber ein Programm erstellen. So wird er vielleicht seine Energie verwenden um zu bellen, Sachen zu zerkauen oder seinen Schwanz zu jagen. Da hast du dann deine Plage. Aber auch der Kopf darf nicht zu kurz kommen. Sonst stellt er sich selber so interessante Aufgaben, wie dich darauf zu trainieren, dass du ihn auf seinen Befehl hin fütterst. Möglicherweise wird er sogar Fliegen hüten oder das Haus so übermässig bewachen, dass kaum mehr jemand rein kommen kann. Da hast du dann wieder deine Plage.
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Spaziere mit deinem Hund mindestens eine Stunde pro Tag.
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Trainiere mit deinem Hund.
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Es gibt so viele verschiedene Trainingsmethoden, dass die Wahl einem schwerfallen kann. Ich probiere immer wieder neue aus und bin auf die folgende Kombination gekommen, die für mich und Gina besonders gut geeignet ist: Clickertraining für neue Tricks und TTEAM um Fehlverhalten zu ändern. Es nützt mir auch viel, die Grundlagen der Hundesprache zu kennen. Suche eine geeignete Methode für dich und deinen Hund! Wähle eine gewaltfreie! Für alle guten Methoden gilt: Loben statt Schreien. So wird es euch beiden viel mehr Spass machen.
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Ich lehrte Gina mit der Clickermethode auf mein Leitwort hin zu warten. Ich kann jetzt <aspetta> sagen, bevor wir eine Strasse überqueren, und sie wartet, bis ich sie mit <avanti> auffordere weiter zu gehen.
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Wie du an diesem Beispiel siehst, ist es in unserer Gesellschaft nützlich, einen trainierten Hund zu haben. Er ist einfacher zu kontrollieren und eine grössere Freude für alle, Hundeliebhaber oder nicht.
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Gina reagierte schon bald sehr zuverlässig auf <aspetta> und <avanti>, und ich überquerte auch grössere Strassen ohne Leine. Trotzdem lief sie eines Tages über die Strasse um einen Hund zu begrüssen. Zum Glück reagierte der Fahrer so geschickt, dass ihr nichts passierte.
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Auch wenn der Hund ein Leitwort zuverlässig kennt, heisst dies nicht, dass er es in jeder Situation befolgen wird. Kein Hund kann immer hundertprozentig aufmerksam sein. Willst du deinem Hund einen neuen Trick beibringen, ist es gut, zuerst möglichst keine Ablenkungen zu haben. Damit ein Hund ein Leitwort dann aber auch unter schwierigen Bedingungen befolgt, muss dies geübt werden. Führe Ablenkungen schrittweise ein und langsam, damit der Hund die Möglichkeit hat es richtig zu machen und du ihn dafür loben kannst.
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Um herauszufinden, wie dein Hund auf Ablenkungen reagiert, gehst du am besten mit ihm in ein leeres Zimmer und rufst ihn beim Namen. Schaut er zu dir? Wenn nicht, habt ihr noch einiges vor euch, denn dies ist eine Voraussetzung für die weitere Arbeit. Versuche nun das gleiche nochmals, rufe ihn wieder bei seinem Namen, aber diesmal in einem Zimmer, wo noch andere Personen sind, wo eine Katze zuschaut, oder wo es andere Ablenkungen wie zum Beispiel einen gefüllten Fressnapf hat. Wie reagiert dein Hund nun?
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Schaut dich ein Hund an, wenn du seinen Namen nennst, hättet ihr eigentlich keine weiteren Wörter nötig. Die Kommunikation mit Hunden ist auch ohne unsere Sprache möglich. Die Hunde hören uns aber sehr gerne in einem freundlichen Ton mit ihnen sprechen.
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Eine Freundin, die bewunderte, wie schön Gina sich auf mein Leitwort hin setzte, wollte es auch versuchen und befahl Gina mit herrischer Stimme sich zu setzen. Gina ignorierte sie, obwohl sie einen Hundekuchen in der Hand hatte. Da zeigte ich meiner Freundin das Handzeichen, das ich benütze und bat sie, mit freundlicher Stimme <siediti>, unser Leitwort, zu sagen. Gina setzte sich sogleich und schien erleichtert zu sein, dass sie endlich wusste, was für einen Trick meine Freundin von ihr wollte.
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Knurren
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Hunde sollen nicht bestraft werden, das ist meine Überzeugung. Ich habe herausgefunden, wie ich ihnen trotzdem Grenzen setzen kann: ich knurre! Wenn ein Hund einen anderen anknurrt, so heisst das etwa: "Lass das bleiben, was du gerade am machen bist." Die gleiche Bedeutung können wir auch unserem Knurren geben.
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Stelle den Napf deines Hundes auf den Boden und beuge dich darüber. Will dein Hund sein Futter fressen, so knurrst du ihn an. (Ich benütze dazu ein rollendes r.) Akzeptiert er dein Knurren nicht, so kannst du ihm zusätzlich mit der Hand über die Schnauze greifen. Bald wird er höflich wegschauen und zuerst dich "fressen" lassen. Nach ein paar Tagen kannst du versuchen, ob er dein Knurren auch akzeptiert, wenn du dich neben seinen Napf hinsetzt.
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So hab ich nun dank dem Knurren eine Möglichkeit, Gina zu sagen, wenn sie etwas nicht tun soll. Damit mich die Leute nicht blöd anschauen, wenn ich auf der Strasse knurre, lehrte ich ihr das Wort <harco> als Knurren zu akzeptieren. Die Länge des r ersetzt die Lautstärke des Knurren.
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Es ist mir wichtig zu betonen, dass auch alte Hunde Neues lernen können. Ich trainierte einen neunjährigen Hund, mit dem noch nie jemand gearbeitet hatte. Er wurde dadurch wieder spielfreudiger und lebenslustiger. Es machte uns beiden Spass und wir hatten guten Erfolg.
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