Naburi´Annu berechnete zum Beispiel Ende des 3. Jahrhunderts die mittlere Dauer zwischen zwei Mondphasen ( Das ist die synodische Umlaufzeit des Mondes um die Erde. )auf 29,530641 Tage. 380 vor Christus berechnete Kidinnu die mittlere Dauer auf 29,530594 Tage. Der genaue Wert nach den heutigen Berechnungen beträgt 29, 530589 Tage. Die Babylonier berechneten auch die Umlaufzeiten anderer Planeten, wie der Venus und dem Mars recht genau.
Die bisher älteste überlieferte totale Sonnenfinsternis vom
15.6.763 v. Chr. stammt ebenfalls von den Babyloniern. Das Sonnenfinsternisse
aber periodisch auftreten, war aber vermutlich schon im 3. Jahrtausend
vor Christus bekannt.
Eine ebenfalls beachtliche rechnerische Leistung, ist die Auffindung
des SAROSZYKLUSES, mit dessen Hilfe man Sonnen- und Mondfinsternisse vorausberechnen
kann. ( Finsternisse treten meist in Gruppen über die Erde verteilt
in einem Abstand von einem halben Jahr auf. Der Abstand verringert sich
aber jedes Mal etwas und die Termine verfrühen sich. Ungefähr
alle 18 Jahre sind die Termine wieder angeglichen und der Saroszyklus beginnt
von Neuem.) Die Babylonier berechneten den Sarosperiode mit 18 Jahren
und 11,3 Tagen recht genau. Der tatsächliche Wert liegt bei 18 Jahren
und ca. 10,3 Tagen.
Ferner hatten die Babylonier auch einen Kalender entwickelt. Das Jahr
wurde in 12 Monate zu je 30 Tagen unterteilt. Da ein Jahr aber 365, 25
Tage hat, wurde bei Bedarf ein Schaltmonat eingeführt. Feste Schaltregeln
gab es ab dem 6. Jahrhundert vor Christus. Ab 383 v. Chr. wurde das LUNISOLARJAHR
eingeführt, das innerhalb von 19 Jahren 7 Schaltmonate vorsah.
Schon 1700 v. Chr. war bekannt, dass ein Tag aus 24 Stunden besteht.
Die Tageseinteilung begann mit dem Sonnenuntergang.