De imperio Cn. Pompei - Appell an das Volk

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Deshalb sollen sie sehen, ob es nicht absolut ungerecht und unerträglich ist, dass ihr Ansehen über die Würde des Gnaeus Pompeius von euch immer gebilligt wurde, während aber euer Urteil über denselben Menschen und der Beschluss des römischem Volkes von jenen mißbilligt wurde. Zumal das römische Volk seinem Beschluss über denselben Mann mit Recht gegen alle, die anderer Meinung sind, verteidigen kann, deswegen weil ihr, obwohl diese Einspruch erhoben, allein jenen von allen ausgewählt habt, um in dem Seeräuberkrieg voranzustellen.
[64] Wenn ihr dieses leichtsinnig gemacht habt und nicht genug für den Saat gesorgt habt, versuchen jene zu Recht eure Bemühungen durch ihren Rat zu leiten; wenn ihr aber so mehr politische Einsicht habt und wenn ihr mit vollem Recht, obwohl diese widersprachen, diesem Reich Würde und der Welt das Heil brachtet, sollen die da, die doch die führenden Köpfe sein wollen, endlich zugeben, dass sowohl sie als auch alle anderen dem umfassenden Beschluß des römischen Volkes gehorchen müssen.

Qua re videant ne sit periniquum et non ferundum, illorum auctoritatem de Cn. Pompei dignitate a vobis comprobatam semper esse, vestrum ab illis de eodem homine iudicium populique Romani auctoritatem improbari; praesertim cum iam suo iure populus Romanus in hoc homine suam auctoritatem vel contra omnis qui dissentiunt possit defendere, propterea quod, isdem istis reclamantibus, vos unum illum ex omnibus delegistis quem bello praedonum praeponeretis.
[64] Hoc si vos temere fecistis, et rei publicae parum consuluistis, recte isti studia vestra suis consiliis regere conantur. Sin autem vos plus tum in re publica vidistis, vos eis repugnantibus per vosmet ipsos dignitatem huic imperio, salutem orbi terrarum attulistis, aliquando isti principes et sibi et ceteris populi Romani universi auctoritati parendum esse fateantur.

Begründung für das späte politische Auftreten Ciceros | Die politische Lage | Disposition der Rede

I Art des Krieges
Der Kriegsruhm steht auf dem Spiel | Die Bünder müssen geschützt werden | Die Steuereinkünfte sind gefährdet | Das Vermögen röm. Bürger ist in Gefahr

II Die Größe des Krieges
Die anfänglichen Erfolge des Lucullus | Die Flucht des Mythridates und Trigranes | Die Meuterei des römische Heeres

III Die Wahl des Feldherrn
Allein Pompeius kommt in Frage | Seine Erfahrung im Kriegswesen | Seine bisherigen Kriegserfolge | Seine Uneigennützigkeit | Sein maßvolles und menschliches Verhalten | Sein Ansehen | Sein Glück | Zusammenfassung

IV Widerlegung der Gegner des Gesetzes
Widerlegung des Hortensius | Widerlegung des Catulus | Appell an das Volk | Die Fehler der anderen Feldherren | Gewichtige Befürworter des Gesetzes

V Schluß