De imperio Cn. Pompei - Seine Erfahrungen im Kriegswesen

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Wer also war entweder jemals erfahrener als jener Mensch oder wer mußte jemals erfahrener sein? erfahrener als dieser Mensch, der aus der Schule und aus den Unterrichtsfächern heraus aufgebrochen ist zum Heer seines Vaters und in die militärische Unterweisung; und zwar in einem sehr großen Krieg mit schwersten Gegnern. Dieser war am Ende seiner Kindheit Soldat im Heer eines sehr großen Feldherren, am Anfang seines Erwachsenseins selbst Feldherr eines sehr großen Heeres, der öfter mit den Staatsfeinden Berührung hatte, als irgend jemand sonst mit seinem persönlichen Feind, der mehr Kriege führte, als andere nur lasen, der mehr Provinzen erobert hat, als andere nur wünschten; er wurde in der Jugend in militärischen Dingen gelehrt, nicht durch die Anweisungen eines anderen, sondern durch eigene Imperien, nicht durch Niederlagen, sondern durch Siege im Krieg, nicht durch Wehrdienst, sondern durch Triumphe, Welche Art von Krieg kann es demnach geben, in welcher jenem das Schicksal des Staates nicht Übung verschafft?
Ein Krieg in Afrika, der transalpinische Krieg, der Krieg in Spanien, gemischt aus sehr kriegerischen Bürgerschaften und Nationen, der Krieg zur See, der Sklavenkrieg und verschiedene unterschiedliche Arten von Gegnern und Kriegen, die von diesem nicht nur geführt, sondern auch gewonnen wurden, erklären, dass es nichts im Kriegshandwerk gibt, das dem Wissen dieses Mannes verborgen ist.

Quis igitur hoc homine scientior umquam aut fuit aut esse debuit? qui e ludo atque e pueritiae disciplinis bello maximo atque acerrimis hostibus ad patris exercitum atque in militiae disciplinam profectus est; qui extrema pueritia miles in exercitu fuit simmi imperatoris, ineunte adulescentia maximi ipse exercitus imperator; qui saepius cum hoste conflixit quam quisquam cum inimice concertavit, plura bello gessit quam ceteri legerunt, plures provincias confecit quam alii concupiverunt; cuius adulescentia ad scientiam rei militaris non alienis praeceptis sed suis imperiis, non offensionibus belli sed victoriis, non stipendiis sed triumphis est erudita. Quod denique genus esse belli potest, in quo illum non exercuerit fortuna rei publicae? Civile, Africanum, Transalpinum, Hispaniense [mixtum ex civitatibus atque ex bellicosissimis nationibus], servile, navale bellum, varia et diversa genera et bellorum et hostium, non solum gesta ab hoc uno, sed etiam confecta, nullam rem esse declarant in usu positam militari, quae huius viri scientiam fugere possit.

Begründung für das späte politische Auftreten Ciceros | Die politische Lage | Disposition der Rede

I Art des Krieges
Der Kriegsruhm steht auf dem Spiel | Die Bünder müssen geschützt werden | Die Steuereinkünfte sind gefährdet | Das Vermögen röm. Bürger ist in Gefahr

II Die Größe des Krieges
Die anfänglichen Erfolge des Lucullus | Die Flucht des Mythridates und Trigranes | Die Meuterei des römische Heeres

III Die Wahl des Feldherrn
Allein Pompeius kommt in Frage | Seine Erfahrung im Kriegswesen | Seine bisherigen Kriegserfolge | Seine Uneigennützigkeit | Sein maßvolles und menschliches Verhalten | Sein Ansehen | Sein Glück | Zusammenfassung

IV Widerlegung der Gegner des Gesetzes
Widerlegung des Hortensius | Widerlegung des Catulus | Appell an das Volk | Die Fehler der anderen Feldherren | Gewichtige Befürworter des Gesetzes

V Schluß