[1] Obwohl mir euer zahlreiches Erscheinen immer sehr erfreulich, dieser Ort aber zum Verhandeln sehr würdevoll,
zum Reden sehr ehrenvoll erschien, ihre Ouiriten, hielten mich dennoch von diesem Zugang zum Lob, der immer gerade den Besten am
weitesten offen stand, bisher nicht mein Willen ab, sondern meine Lebenspläne, die ich seit Beginn der Volljährigkeit gefaßt hatte.
Denn weil ich es nicht wagte diesen angesehenen Ort vorher wegen meines Alters zu berühren und beschlossen hatte, dass hierher nichts als
geistig vollkommenes mit Fleiß erarbeitetes gebracht werden sollte, glaubte ich meine ganze Zeit den Problemen der Freunde widmen zu
müssen.
[2] Und niemals war dieser Ort leer von solchen, die des Volkes Interessen vereidigten, und deshalb hat sich meine enthaltsame und
ehrliche Arbeit besonders mit den Problemen der Privatleute beschäftigt und hat durch euer Urteil reiche Frucht getragen. Denn als
ich wegen der Verschiebung der Versammlung dreimal als erster Praetor aller Centurien ausgerufen wurde, bemerkte ich leicht, ihr
Quiriten, was ihr sowohl von mir haltet, als auch was ihr den anderen vorschreibt. Nun da ich sowohl so großes Ansehen besitze, wie
ihr es durch Übertragen der Ehrenämter gewollt habt, als auch soviel Fähigkeit zum Verhandeln besitze, wie einem aufgeweckten
Menschen die beinahe tägliche Übung im Reden bei Gerichtstätigkeit bringen konnte, sollte ich sie sicherlich bei denen anwenden,
die sie mir gegeben haben, wenn irgend etwas an Ansehen in mir ist und wenn ich durch mein Reden irgend etwas erreichen kann, dann
will ich es denen am ehesten zeigen, die durch ihr Urteil meinten, dass auch diese Sache Anerkennung verdiene.