Rom
A    Augusta Praetoria Salasorum (Aosta)
B    Verona
C    Pula
D     Tivoli
E     Palestrina
F     Ostia
G     Herculaneum
H     Pompeii
1     Korsika
2     Sardinia
3     Sicilia
Das italische Festland, das war der Ausgangspunkt des römischen Imperiums. Die Tatsache, dass Rom immer grössere Gebiete beherrschte, verlangte, dass man diese auch besiedelte und dadurch ein Verteidigungssystem aufbauen konnte. An strategisch günstig und wichtigen Orten wurden die sogenannten coloniae, Kolonien gegründet. Man sandte bis zu 2000 Siedler aus um eine neue Kolonie zu begründen. Neben der Romanisierung durch die Erschaffung von eigenen Kolonien wurden zusätzlich fremde Städte, die schon bestanden mit römischen Bürgern aufgefüllt und mit verschiedenen Städten, die noch nicht zum imperium romanum gehörten, schloss die römische Regierung Verträge ab, die sie an Rom bunden. Dieses System wurde municipium genannt.
  
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Amphietheater von Verona.
Jede Stadt hatte ihren eigenen Etat, mit dem sie auskommen musste. Zu den städtischen Aufgaben gehörten die Verteilung des Getreides, postalische Dienst, die Unterbringung von Truppen, die Errichtung und der Erhalt der Stadtmauern, Wege, Aquädukte und öffentlicher Gebäude. Reiche Privatpersonen dachten gar nicht daran, öffentliche Gebäude zu errichten oder Vergnügungsanlagen zu finanzieren. Seit der Zeit der Republik waren die Städte auch aufs genauste geplant. War ein passendes Gebiet für eine Kolonie gefunden, vermass man das Land, das eine Grösse von etwa 70 Quadratkilometern hatte. In der Stadtmitte wurde der Schnittpunkt zweier Strassen angelegt (cardo). Die eine zeigte in nordsüdlicher Richtung, die andere in wetöstlicher Richtung. Auf der Basis dieser Koordinaten wurde das Grundstück dann in 200 Landstücke eingeteilt (schätzungsweise 50 Hektaren).
  Jedes Stück Land gehörte einem Eigentümer, so dass auf jedes Stück gleich viele Einwohner verteilt waren. Das wichtigste Werkzeug, das man zur Landvermessung benutzte, war die groma. Eine Kopie des damit erstellte Plan der Stadt wurde nach Rom geschickt. Noch heute kann man die quadratischen Städte gut erkennen, wenn man eine Luftaufnahme des Gebietes sieht. Das Konzept der römischen Städteplanung wurde auch später im Mittelalter von berühmten Architekten übernommen.

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Verwendete Literatur:
Dr. phil. Bleicken, Jochen et altera, 1963: Propyläen-Weltgeschichte - Rom. Die römische Welt. Erschienen im Propyläen Verlag, Berlin, Frankfurt, Wien.

Liberati, Anna Maria und Bourbon, Fabio 1996: Rom. Weltreich der Antike. Erschienen im Nebel Verlag, Erlangen. Englischer Originaltitel: Ancient Rome.

Mommsen, Theodor 1953: Römische Geschichte. Erschienen im Buchclub EX LIBIRS, Zürich.