Das italische Festland, das war der Ausgangspunkt
des römischen Imperiums. Die Tatsache, dass Rom immer
grössere Gebiete beherrschte, verlangte, dass man diese auch
besiedelte und dadurch ein Verteidigungssystem aufbauen konnte. An
strategisch günstig und wichtigen Orten wurden die sogenannten
coloniae, Kolonien gegründet. Man sandte bis zu 2000
Siedler aus um eine neue Kolonie zu begründen. Neben der
Romanisierung durch die Erschaffung von eigenen Kolonien wurden
zusätzlich fremde Städte, die schon bestanden mit
römischen Bürgern aufgefüllt und mit verschiedenen
Städten, die noch nicht zum
imperium romanum
gehörten, schloss die römische Regierung Verträge
ab, die sie an Rom bunden. Dieses System wurde
municipium
genannt.
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Amphietheater von Verona.
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Jede Stadt hatte ihren eigenen Etat, mit dem sie auskommen musste.
Zu den städtischen Aufgaben gehörten die Verteilung des
Getreides, postalische Dienst, die Unterbringung von Truppen, die
Errichtung und der Erhalt der Stadtmauern, Wege, Aquädukte und
öffentlicher Gebäude. Reiche Privatpersonen dachten gar
nicht daran, öffentliche Gebäude zu errichten oder
Vergnügungsanlagen zu finanzieren. Seit der Zeit der Republik
waren die Städte auch aufs genauste geplant. War ein passendes
Gebiet für eine Kolonie gefunden, vermass man das Land, das
eine Grösse von etwa 70 Quadratkilometern hatte. In der
Stadtmitte wurde der Schnittpunkt zweier Strassen angelegt
(cardo). Die eine zeigte in nordsüdlicher Richtung, die
andere in wetöstlicher Richtung. Auf der Basis dieser
Koordinaten wurde das Grundstück dann in 200 Landstücke
eingeteilt (schätzungsweise 50 Hektaren).
Jedes Stück Land gehörte einem
Eigentümer, so dass auf jedes Stück gleich viele
Einwohner verteilt waren. Das wichtigste Werkzeug, das man zur
Landvermessung benutzte, war die
groma. Eine Kopie des damit
erstellte Plan der Stadt wurde nach Rom geschickt. Noch heute kann
man die quadratischen Städte gut erkennen, wenn man eine
Luftaufnahme des Gebietes sieht. Das Konzept der römischen
Städteplanung wurde auch später im Mittelalter von
berühmten Architekten übernommen.
Karte
Verwendete Literatur:
Dr. phil. Bleicken, Jochen et altera, 1963:
Propyläen-Weltgeschichte - Rom. Die römische Welt.
Erschienen im Propyläen Verlag, Berlin, Frankfurt, Wien.
Liberati, Anna Maria und Bourbon, Fabio 1996: Rom. Weltreich der
Antike. Erschienen im Nebel Verlag, Erlangen. Englischer
Originaltitel: Ancient Rome.
Mommsen, Theodor 1953: Römische Geschichte. Erschienen im
Buchclub EX LIBIRS, Zürich.