A     Baalbek
B     Caesarea
C     Gerasa
D     Palmyra
1     Armenia
2     Mesopatamia
3     Assyria
4     Syria und Palaestina
5     Arabia
Die östlichen Provinzen, das waren Armenia, Asyria, Mesopotamia, Syria, Palaestina und Arabia. Die Römer hatten oft mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen, da auch das Grossreich der Parther aus dem Osten seine Ansprüche an die östlichen Provinzen stellte. Die Römer sahen ihre eigene Psition so schwach, dass sie sich gezwungen sahen einen limes (einen Schutzwall) entlang der Grenze zu ziehen. Der limes führte über Damaskus nach Palmyra und weiter über den Euphrat hinaus.
  Die wichtigsten der ötlichen Provinzen waren Syria und Palaestina. Sie erlebten zur Zeit der Severer eine Blütezeit und sogar in Rom gewann sie an Bedeutung. Syria stellte auch grosse Rechtsgelehrte wie Papinian und Ulpian, die von der juristischen Fakultät in Berytus (Beirut) kamen und hohe Verwaltungsämter inne hatten. Umgekehrt wirkte die römische Kultur nur wenig auf die hiesige ein. Nur in den grossen Städten wurde Latein gesprochen; es war die Sprache der Verwaltung und Gesetzgebung.
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Das Theater von Bosra.

  Die Provinzen im Osten hatten für Rom eine grosse militärische Bedeutung, wobei man ihre wirtschaftliche Rolle nicht übersehen durfte. Die Landwirtschaft war hoch entwickelt und durch kluge Bewässerungsanlagen gelang es Teile der Wüste urbar und fruchtbar zu machen. Ausserdem florierte die Glasindustrie.
  In erster Linie erwuchs aber der Wohlstand dieser Länder durch den Handel, der mit Ländern wie Arabien, Indien und China lebhaft geführt wurde. Wollte man Ware durch die östlichen Provinzen transportieren, musste man happige Steuern darauf zahlen. So wurden vor allem mit wertvollen Waren Handel getrieben. Die meisten Güter, die die Händler mit sich führten waren Sklaven, Duftöle, Gewürze, Prostituierte, Stoffe, Salze und Kunstgegenstände. Die Römer hatten dazu die bestehenden Strassen ausgebaut und zusätzlich neue errichtet.
  Die östlichen Provinzen waren ein Schmelztiegel unterschiedlichster Rassen und Zivilisationen. Dort kamen griechische, semitische und römische Bevölkerungsgruppen mieinander in Kontakt und beeinflussten sich gegenseitig. Auch das Christentum verbreitete sich schnell. Die archäologischen Funde zeigen, dass das Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu erstaunlichen Ergebnissen geführt hatte.

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Verwendete Literatur:
Dr. phil. Bleicken, Jochen et altera, 1963: Propyläen-Weltgeschichte - Rom. Die römische Welt. Erschienen im Propyläen Verlag, Berlin, Frankfurt, Wien.

Liberati, Anna Maria und Bourbon, Fabio 1996: Rom. Weltreich der Antike. Erschienen im Nebel Verlag, Erlangen. Englischer Originaltitel: Ancient Rome.

Mommsen, Theodor 1953: Römische Geschichte. Erschienen im Buchclub EX LIBIRS, Zürich.