A     Spalatum (Split)
1     Rhaetia
2     Noricum
3     Pannonia
4     Illyricum oder Dalmatia
5     Dacia
6     Moesia
7     Thracia
Die Donauprovinzen erstreckten sich von Germanien im Westen bis zur Donau im Norden. Im Osten bildete das Schwarze Meer die Grenzen und im Süden Gallia Cisalpina und Achaia. Die Provinz setzte sich aus sieben Regionen zusammen.
  Rhaetia kam - sowie Noricum - mit den Römern durch Handelsbeziehungen in Kontakt. Rhaetias Bevölkerung war überwiegend keltischer Abstammung und da das Gelände sehr unwegsam war, konnte man auch nur wenig Siedlungen gründen und dem entsprechend war Rhaetia nur wenig romanisiert. Zu den gröseren Städten zählten Augusta Vindelicum (Augsburg), Cambodunum (Kempten), Brigantium(Bregenz) und Castra Regina (Regensburg). Die grösste Bedeutung für die Römer hatte die Strasse, die durch Rhaetia führte. Sie war wichtig für den Handel und ebenso wichtig war sie für das Militär. Landwirtschaft und Bergbau reichten knapp um die hiesige Bevölkerung zu versorgen.
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Eine römische Fibula.
(4. Jh. nach Chr.)

  In Noricum siedelten keltisch-illyrische Stämme, doch waren auch zahlreiche römische Immigranten anwesend, was wohl zu der weitgehenden romanisierung der Gegend geführt hatte. Den Wohlstand gewann die Region vor allem durch ihre reichen Bodenschätze. Ja, die norischen Eisenminen waren die berühmtesten im ganzen Reich. Von Ovid und Plinius wissen wir, dass in dieser Gegend Stahl von ausserordendlicher Qualität hergestellt wurde. Man geht davon aus, dass die norischen Stämme über eine Technik der Stahlgewinnung verfügten, die den Römern bis dahin unbekannt gewesen war.
  Pannonia wurde erst, nachdem der grosse Aufstand der Donauvölker 6 - 9 nach Chr. niedergeworfen war, unabhängige Provinz. Um die Provinz von barbarischen Übergriffen zu schützen, wurden überall Legionärslager errichtet. Pannonia wurde schliesslich wichtigstes Zentrum für die Romanisierung der restlichen Gebiete. Zwar war die Wirtschaft Pannonias vor allem auf den Bergbau und die Landwirtschaft gestützt, aber man durfte die Händler, die sich an den wichtigen Durchgangsstrassen niedergelassen hatten, doch nicht unterschätzen. Auch die Flüsse Donau, Drava und Sava waren wichtige Instrumente des Handels und des Transportes.
  Illyricum befand sich auf der Italien gegenüberliegenden Seite der Adria; ab dem dritten Jahrhundert vor Chr. wurde der Grundstein für die künftige Herrschaft gelegt. Kaiser Augustus vermochte danach die Provinz Illyricum stark zu vergrössern. Die wichtigsten Handlesgüter die Illyricum zu bieten hatte waren, Eisen, Gold, Silber, Vieh, Getreide, Trauben und Oliven. Die wichtigsten Städte waren Doclea (Duklja), Scodria (Skutari) und Salona (Solin), der Geburtsort Diocletians und ein geistliches Zentrum christlicher Zeit. Nicht weit von dieser Stadt entfernt erbaute Diocletian einen Palast, um den herum sich Spalatum (Split) entwickelte.
  Rom führte seit der Zeit Domitians immer wieder Feldzüge gegen die Bevölkerung von Dacia, das ständig die Militärlager in Moesia angriff. Schliesslich gelang es Trajan in den Jahren 101 - 107 nach Chr. den Widerstand der Daker zu brechen und das Gebiet zu unterwerfen. Nach der Besetzung strömten die römischen Siedler gerade zu in das Land und machten es zu einem der am meisten romanisierten Gebiete im ganzen Reich. Dacia war reich an Erzen und man weiss von Trajan, dass er etwa 165'000 Kilo Gold und 331'000 Kilo Silber als Beute mit nach Rom brachte. Das dakische Volk befand sich auf einem sehr hohnen Niveau der Matallurgie.
  

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Verwendete Literatur:
Dr. phil. Bleicken, Jochen et altera, 1963: Propyläen-Weltgeschichte - Rom. Die römische Welt. Erschienen im Propyläen Verlag, Berlin, Frankfurt, Wien.

Liberati, Anna Maria und Bourbon, Fabio 1996: Rom. Weltreich der Antike. Erschienen im Nebel Verlag, Erlangen. Englischer Originaltitel: Ancient Rome.

Mommsen, Theodor 1953: Römische Geschichte. Erschienen im Buchclub EX LIBIRS, Zürich.