A     Hadrianswall
1     Von 43 bis 406 nach Chr.
2     Von 142 bis 180 nach Chr.
Zu ersten Kontakten zwischen Römern und den Völkern Britanniens kam es 55 vor Chr., während Julius Caesars Feldzug. Bereits im darauffolgenden Jahr kam er zurück nach Britannien. Tatsächlich wurde die Insel aber erst von Kaiser Claudius erobert. Die nördliche Grenze Britanniens, an der Hadrian seinen berühmten Wall errichtete, verlief zwischen den Flussmündungen Tyne und Solway. Später verlegte Antonius Pius die Grenze weiter nach Norden und ordnete den Bau eines zweiten Walls an, der aber erst von Commodus vollendet wurde.
  Britannien bietete den Römern vor allem Weizen, Rinder, Gold, Silber, Felle, Sklaven und ausgezeichnete Jagdhunde. Die Goldvorkommen befanden sich in Wales, Schottland und Cornwall. Zusätzlich wurde Kupfer und Zinn abgebaut, das stellenweise zu Bronze verarbeitet wurde. Das britische Zinn wurde aber im 3. Jahrhundert von spanischen Produkten verdrängt. Darüber hinaus war Britannien für seine Bleiminen berühmt. Diese Vorkommen waren so ergiebig, dass man ein Gesetz erlassen musste, um den Abbau zu beschränken.
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Eine grosse Silberplatte.
(4. Jh. nach Chr.)

  Ein weiterer Vorteil bot sich den Römern darin, dass sich an Englands Küsten zahlreiche Handelsumschlagplätze befanden, die den Handel erleichterten. Zu ihnen zählten Dubrae (Dover), Anderida (Pevensey) und Regulbium (Reculver). Ein weitere Handelsplatz befand sich an der Themse. Londinium (London). Es war schon zu dieser Zeit ein lebhafter Flusshafen. Von London führte eine Verbindungsstrasse nach Osten, die es mit zahlreichen anderen Städten verband.
  Die Probleme, mit denen die Römer in Britannien am häufigsten zu kämpfen hatten waren der Transport der Waren und die geogrphischen Unebenheiten. Der Umgang mit der Bevölkerung fiel den Römern weniger schwer, hatten sie doch schon mit den Galliern Erfahrungen gemacht, die den Briten sehr ähnlich waren. Dennoch war Britannien eine der am wenigsten friedfertigsten und romanisierten Provinzen des Imperiums. Immer wieder kam es zu Scharmützeln zwischen den Ureinwohnern und den Kolonialisten. Die Überfälle der Barbaren wurden zunehmend stärker, bis die Legionen die Insel im Jahre 406 vor Chr. schliesslich ganz verlassen mussten.

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Verwendete Literatur:
Dr. phil. Bleicken, Jochen et altera, 1963: Propyläen-Weltgeschichte - Rom. Die römische Welt. Erschienen im Propyläen Verlag, Berlin, Frankfurt, Wien.

Liberati, Anna Maria und Bourbon, Fabio 1996: Rom. Weltreich der Antike. Erschienen im Nebel Verlag, Erlangen. Englischer Originaltitel: Ancient Rome.

Mommsen, Theodor 1953: Römische Geschichte. Erschienen im Buchclub EX LIBIRS, Zürich.