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Entwicklung der Dampfmaschine nach James Watt
Als um 1800 das Patent von James Watt auslief wurde der Markt geradezu überfüllt mit jenen Erfindern, die die Dampfmaschine verbessern wollten. Nur wenige brachten es aber über die Druckschrift, in denen ihr Produkt angepriesen wurde, hinaus. Wir wollen hier keinen exakten historischen oder technischen Abriss über die Entwicklung der Dampfmaschine liefern und erlauben uns deshalb nur einige ganz wenige Erfindungen zu erwähnen.

Die Entwicklung der nicht-kondensierenden Hochdruckdampfmaschine
James Watt nahm schon 1769 die Idee der Hochdruckdampfmaschine in sein Patent auf. Allerdings nicht, um solche Maschinen selber zu bauen, sondern um anderen diesen Weg durch das Patent abzuschneiden. Es schien ihm unmöglich Zylinder und Kolben zu bauen, die bei so hohem Druck noch genug dicht hielten. Auch blieben ihm sicher die Kesseldetonationen von einigen Savery-Maschinen im Gedächtnis.

Richard Trevithick
geb. 13. April 1771 - gest. 22. April 1833

Quelle: http://www.history.rochester.edu/
steam/thurston/1878/

Richard Trevithick
Er beschäftigte sich schon sehr früh mit dem Bau von Hochdruckdampfmaschinen.
Viele Kritiker glaubten aber lange nicht, dass eine Hochdruckdampfmaschine tatsächlich Arbeit verrichten könnte. Trevithick fand in Südwale einen Grubenbesitzer der sich standhaft weigerte zu glaube, dass eine Lokomotive die durch eine Hochdruckdampfmaschine betrieben wurde, 10 Tonnen auf seiner 10 Meilen langen Güterbahn ziehen konnte. Trevithick konnte mit ihm eine Wette beschliessen, baute danach die erste Lokomotive überhaupt und gewann die Wette.
Die erste Lokomotive der Welt von Richard Trevithick 1804

Quelle: http://www.geocities.com/Athens/
Acropolis/6914/


Der Erfolg seiner Lokomotiven hielt sich allerdings in Grenzen. 1808 versuchte er erneut auf sich aufmerksam zu machen. Er mietete einen der grössten Bauplätze Londons und baute dort eine kreisförmige Schienenanlage auf. Gegen Eintritt konnte jedermann seine neue Lokomotive «Catch me who can» bestaunen. Eine Fahrt damit war im Preis einbegriffen. Die Vorstellung brachte jedoch nicht den nötigen Erfolg und Trevithick wand sich bald anderen Aufgaben zu.

George Stephenson
geb. 9. Juni 1781, gest. 12. August 1818

Quelle: http://www.history.rochester.edu/
steam/thurston/1878/

George Stephenson und das Preiswettfahren zu Rainhill 1829
Wesentlich vorangetrieben wurde der Bau von Lokomotiven durch George Stephenson. Seine ersten Versuche brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg. Die Grubenbesitzer konnten keinen Vorteil des Dampfbetriebes gegenüber der Zugkraft der Pferde sehen.
Es folgten weitere Lokomotiven die auf kurzen Kohlenbahnen verwendet wurden. Nicht nur Stephenson sondern viele andere trugen zur weiteren Entwicklung bei. 1829 konnte man sich entschliessen zwischen den beiden Haupthandelsstädten von England, Liverpool und Manchester, einen Schienenstrang zu bauen. Die Linie war allerdings schneller fertig, als dass man einen konkreten Vorstellung hatte, wie der Betrieb aussehen sollte. Es gingen viele Ideen bei der Direktion ein, den meisten mangelte es allerdings an der praktischen Durchführbarkeit. Die besten Chancen gab man einer Reihe von stationären Dampfmaschinen, die mittels Seile die Wagen ziehen sollten. George Stephenson war es zu verdanken, dass wenigstens ein Preisausschreiben auf brauchbare Lokomotiven ausgesetzt wurde.
Stephensons Rocket 1829
Vergrössern (40 K)

Quelle: http://www.history.rochester.edu/
steam/thurston/1878/

Zum Wettbewerb waren vier angemeldet wobei allerdings eine bereits beim Transport Schaden erlitt und gar nicht in die Wettbewerbsbedingungen passte, weshalb sie nicht zugelassen wurde. Zwei schieden nach einigen Testläufen aus, weil sie mechanische Schäden erlitten. So blieb nur Stephensons Rocket übrig. Der grosse Vorteil dieser Maschine war der Röhrenkessel, den Stephenson nach den Vorstellungen des Sekretärs der Eisenbahngesellschaft ausführte. Der Zylinder arbeitete über einige Vorkehrungen direkt auf die Vorderachse. Nach einigen Verbesserungen die während des Tests vorgenommen wurden erreichte sie mit einem Personenwagen der drei Duzend Personen fasste eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Wichtig war auch, dass Sie während keinem der Versuche irgendwelchen Schaden erlitt. Die Preissumme ging zu gleichen Teilen an George Stephenson und Booth, den Sekretär der Eisenbahngesellschaft und Erfinder des Röhrenkessels über.
Es folgten einige Patentlokomotiven von Stephenson die wir hier aber nicht näher beschreiben.


Stephensons Rocket 1829 - Eine Nachbildung
Vergrössern (31 K)
(Obtained from the Washington University Public FTP Archives in 1995)

Quelle: http://www.railfan.net/



moderne Dampflokomotiven
Eine moderne Dampflokomotive besteht aus einer doppelwirkenden Dampfmaschine die mechanisch direkt auf die Treibräder wirkt. In einem Kessel wird Wasser erhitzt - das durch Röhren im Zick- Zack über dem Feuer geführt wird, um die Oberfläche zu vergrössern – so dass Dampf entsteht. Die Dampfzufuhr wird über einen Schieber geregelt, welcher über ein Handrad vom Maschinisten so eingestellt werden kann, dass die Lokomotive entweder vorwärts oder rückwärts läuft.

eine Dampflokomotive
(Obtained from the Washington University Public FTP Archives in 1995)
Quelle: http://www.railfan.net/



Atlantic Coast Line No. 1808

Quelle: http://www.trainweb.org/tusp/




Quellen:
Conrad Matschoss - Die Entwicklung der Dampfmaschine
Dean Server - Dampflokomotiven, Dampfschiffahrt
Robert H. Thurston - The growth of the steam-engine (online)
Hugh Odom - The Ultimate Steam Page (online)


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Links zum Thema «Trevithick Stephenson Dampflokomotiven»

A History of the growth of the steam-engine
http://www.history.rochester.edu/steam/thurston/1878/
Sprache: English | Bewertung: 4.945 | Hits: 7080 | Status: broken? | Urheber: sye
A History of the growth of the steam-engine. Almost everything about the development and the history of steam-engines.

Steam engines
http://www.geocities.com/Athens/Acropolis/6914/
Sprache: English | Bewertung: 4.787 | Hits: 8246 | Status: broken? | Urheber: sye
The events and the men who led to the steam engine invention, with animations, diagrams and pictures.

Dave Edmondson
http://david.edmondson.com/
Sprache: English | Bewertung: 4.972 | Hits: 380 | Status: broken? | Urheber: sye
Homepage of Dave Edmondson. A few pictures from the 1998 and 1999 Goodwood Festivals of Speed.

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