Gedanken an die Zukunft fangen meist mit Gedanken der Vergangenheit an. Der Dekan Thomas Malthus vorhersagte im Jahre 1798 das Ende der Menschheit. Er meinte, daß die Bevölkerung so sehr ansteigen würde, daß es in der Zukunft nicht genug Lebensmittel gebe und Hunger und Dürren würden das Ende der Menschheit bedeuten. Wie in der Vergangenheit so wird auch in der Zukunft die Nahrung ein zentrales Thema bleiben.

Malthus schrieb diese Warnungen schon vor über 200 Jahren und inzwischen ist die Weltbevölkerung auf über sechs Milliarden angestiegen. Natürlich ist es wahr, daß manche Menschen verhungern, doch sicherlich nicht in dem Ausmaß, das Malthus vorhersagte. (Das Problem ist nicht, daß es nicht genug zu essen gibt, sondern mit der Verteilung gibt es noch Schwierigkeiten). Seit dem Anfang der Industriellen Revolution, als die Massenproduktion der Nahrungsmittel begann, fing die Bevölkerungszahl an, exponentiell zu steigen. In weniger als zehn Jahren werden wir den nächsten Meilenstein erreichen: Sieben Milliarden! Wie wird es weiter gehen? UNO Experten meinen, daß 13 Milliarden das absolute Maximum sind. Die sinkende Geburtenrate und die Aidskrise in Afrika sorgen dafür. Neuere Schätzungen setzen die Höchstbevölkerungszahlen nicht so hoch an.

Malthus behauptete, daß das Ansteigen der Weltbevölkerung zu weltweitem Nahrungsmangel führen würde. Wir sehen tatsächlich einige solche Folgen. Das Fischen mußte in manchen Gegenden eingeschränkt werden, weil in der Vergangenheit viel zu viel gefischt wurde. Die Umwelt hat auch großen Schaden gelitten. Der enorme Fleischverbrauch in den industriellen Ländern bringt auch einige Probleme mit sich. Zum Beispiel braucht es 0,79 kg Futter, 795 Liter Wasser, 5,4 kg Verschmutzung und mehr als fünf Quadratmeter Zerstörung des Regenwaldes um nur einen Hamburger herzustellen.

Allerdings ist die Chance, daß wir neue Methoden der Lebensmittelherstellung erfinden, auch recht groß. Die Landwirtschaften produzieren immer mehr Rohstoffe, selbst auf früher schlecht bebaubaren Land. Auch könnten Ozeanpflanzen uns in der Zukunft mehr Nahrung liefern. Eine Art von Alge kann täglich einen Meter lang wachsen und uns viele Nährstoffe bringen. Wer weiß, vielleicht werden in der Zukunft Landwirtschaften im All möglich. Solarenergie könnte genügend Energie dafür nutzbar gemacht werden und vielleicht könnten die Pflanzen sogar auf kompostiertem menschlichem Abfall wachsen.

Die Zukunft für den Fleischkonsum ist eher unsicher. Wir verschwenden zu viele Rohstoffe, wenn wir weiterhin so viel Fleisch konsumieren. Unsere Ahnen waren Jäger, aber in der Zukunft werden wir uns wahrscheinlich auf Pflanzen umstellen müssen. Mit Getreide könnten wir viel mehr Menschen erhalten als mit Fleisch. Es gibt viel Pflanzenprotein wodurch das Fleisch ersetzt werden könnte. Zum Beispiel gibt es eine Alge, die 40 Prozent mehr Protein hat als Fleisch. Nüsse, Sojabohnen, und Tofu werden heute schon von vielen Vegetariern als Fleischersatz verwendet.

Die wichtigsten Fragen für die Zukunft werden sich mit der Verschwendung und Verteilung von Nahrungsmitteln befassen. Wie auch in der Vergangenheit wird das Essen der entscheidende Faktor sein, der bestimmt wie sich die Kultur und Zivilisation weiterentwickelt.

Mache Süß-Saure Rosenblätter
Lerne ein paar Worte in Esperanto, die internationale Sprache der Zukunft.
Lerne mehr über Nahrung in der Zukunft.