
"Ich kam, sah, und besiegte!" Diese berühmten Worte Cäsars bringen die Ideologie des Römischen Reiches zum Ausdruck. Vergrößerung des Reiches war immer ein großes Ziel der Machthaber, und eine Erweiterung der Nahrungsversorgung war auch ein Grund dafür.
Die römischen Herrscher versuchten der Armut in der Hauptstadt Rom zu mildern, indem sie dem ärmsten Drittel der Bevölkerung umsonst Getreide anboten. Diese Regelung wurde Annona genannt und hatte eine unerwartete Folgewirkung. Um wirklich genug Getreide für die plebejische Bevölkerung zu haben, mußte mehr bebaubares Land erobert werden.
Trotz der bekannten Brutalität des Römischen Reiches, haben zu dieser Zeit viele Erneuerungen ihren Anfang gefunden, die noch heute für uns wichtig sind. Z. B. bauten sie ein ausgezeichnetes Straßensystem, das es ermöglichte, Handel schnell und leicht zu erledigen. Der Handel wiederum erlaubte ihnen neue Technologie zu entwickeln, was dazu führte, daß das Römische Reich das mächtigste und erfolgreichste Reich von ganz Europa wurde.
Die wichtigsten Nahrungsmittel dieser Zeit waren Weizen, Gerste und Hirse. Fast alle Speisen wurden mit einer dieser Zutaten hergestellt. Dieses Getreide war auch wichtig für den Handel und brachte den Römern viel Geld. Im Handel erhielten sie auch Kichererbsen, Alfalfa, Bohnen und Erbsen, welche auch als Nahrung für die römische Bevölkerung dienten. Oliven, Trauben, anderes Obst, Rüben und Radieschen wuchsen in dieser Gegend und waren bei der Bevölkerung beliebt.
Im fruchtbaren Küstenland rund ums Mittelmeer wuchs alles am besten. Die Gegend um Rom war steinig und hügelig und daher nicht sehr geeignet für die Landwirtschaft. Trotzdem war es ihnen möglich, etwas Nahrung für die Bevölkerung anzubauen.
Die Römer waren besonders bekannt für die Gewürze uns Soßen, mit denen sie ihre Mahlzeiten zubereiteten. Besonders häufig würzten sie die Speisen mit Liquamen. Es war viel Arbeit und dauerte lange um Liquamen zuzubereiten. Zuerst wurden große Mengen von kleinen Fischen gefangen. Diese wurden dann gesalzen und danach ließ man diese Mischung monatelang in der Sonne fermentieren. Manchmal wurde Wein dazugemischt. Die Flüssigkeit die durch diesen Prozeß entstand, wurde dann abgesiebt und mit fast jeglicher Speise serviert. Liquamen wurde häufiger als Gewürz verwendet als Salz allein. Auch heute noch wird Liquamen in Südostasien verwendet. Allerdings heißt es dort anders: entweder Tuk Trey, Muoc Mam oder Nam Pla.
Die Römer, die bekannt sind für ihre aggressiven Angriffe auf andere Länder und Kulturen, aßen eine große Vielfalt an Speisen, um die sie mit vielen anderen Ländern und Gebieten handelten. Gutes Essen war wichtig für sie und auch ein Grund ihrer Expansion.
