Ungleich vieler anderen uralten Zivilisationen, haben die Maya ihre alte Kultur im Laufe der Zeit beibehalten. Auch heute gibt es noch viele Leute, die sich zur Kultur der Maya zählen. Von den heutigen Maya können wir erfahren welche Eßgewohnheiten die Maya des Mittelalters hatten.

Die zentralen Nahrungsmittel der Maya waren Mais, Bohnen und Kürbis. Diese grundlegende Diät hat sich über die Jahrhunderte nicht verändert. Die modernen Maya essen aber auch europäische Speisen wie Reis, Weizen, Huhn und Schweinefleisch, die den Maya des Mittelalters noch nicht bekannt waren. Mais war (und ist auch heute noch) die wichtigste Speise und bietete die meisten Nährstoffe. Die Maya wußten wie sie den Mais zubereiten mußten, um den höchsten Nährwert zu erhalten. Zuerst trockneten sie die Körner, die sie dann vom Maiskolben entfernten. Nach diesem Verfahren haben die Maya die Maiskörner in einer Lösung von Wasser und Kalk eingeweicht, wodurch das Gehäuse jedes Kornes entfernt wurde. Dadurch wurden wichtige Aminosäuren und andere wichtige Nährstoffe bloßgelegt. Der Mais wurde dann gemahlen, und aus dem Maismehl machten sie "Tortillas". Tortillas sind eine Art von Pfannkuchen.

Bohnen waren die wichtigste Quelle für Eiweiß. Sie wurden auch eingeweicht und dann aufgemaischt und die Bohnenpaste wurde dann in die Tortillas gewickelt, so etwa wie man heute Burritos macht. Es gab sehr viele Sorten von Kürbissen und die Maya haben jeden Teil des Kürbis verwendet. Sie aßen das saftige Kürbisfleisch so wie es war und trockneten dann die Samen. Diese verspeisten sie als nährenden Imbiß.

Scharfe Paprika (Chilies) wurden zum Würzen der faden Bohnen verwendet. Anderes Obst und Gemüse wie Avocado, Papaya, Guajave und Brotfrucht wurden entweder heimisch gemacht oder sie wurden in der Wildnis gesammelt.

Fleisch war nicht ein Hauptgericht bei den Maya, doch Truthahn war kulturell wichtig für sie. Aus Truthahn wurden mehre Arten von Suppen hergestellt, die sie dann zu den verschiedenen Zeremonien aßen. Außerdem verspeisten sie noch eine Vielfalt anderer Tiere, von Hasen zu Gürteltieren und von Affen zu Tapire und Aras.

Die Lebensmittelverteilung war ein Höhepunkt ihrer Kultur. Sie verstanden es sehr gut intensive Landwirtschaft zu betreiben, um die zunehmende Bevölkerung zu ernähren. Heutzutage gibt es in dieser Gegend häufig große Märkte, wo regelmäßig Lebensmittel verkauft werden. Doch im Mittelalter war das wahrscheinlich nicht der Fall. Die spanischen Eroberer berichten nur von einfachen, kleinen Märkten wo Lebensmittel ausgetauscht wurden.

Viel wichtiger für die Wirtschaft war der Handel. Wir wissen heute nicht warum, aber die Maya haben für den Transport der Ware keine Zugtiere oder Fahrzeuge mit Rädern verwendet. Fast alle Güter wurden auf dem Rücken von Arbeitern transportiert.

Die mächtigen Maya der Vergangenheit wurden von den Spaniern ausgebeutet, und die heutigen Maya stellen nur ein Hauch ihrer Vergangenheit dar. Moderne Lebensmittel ersetzen ihre reiche Speisekultur.

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