
In allen Kulturen Afrikas hängt die Ernährung von den lokalen Gegebenheiten und von ihren Traditionen ab. Die Nahrung ist sehr unterschiedlich von Gegend zu Gegend. An der Westküste gibt es ganz etwas anderes zu essen als in der Sahara oder in Südafrika. Eines haben alle Kulturen gemeinsam: eine enge Verbindung zu Traditionen.
In nomadischen Wüstenstämmen, wie bei den Fulani, zeigt man seinen Reichtum durch den Besitz einer großen Viehherde. Trotz des Reichtums kann viel Vieh oft ein Nachtteil sein. In Afrika gibt es häufig lange Zeiten der Trockenheit und der Hungersnot. Es ist dann besonders schwierig so viele Tiere am Leben zu erhalten. Selbst wenn es möglich ist, die Tiere zu ernähren, geben sie zu solchen Zeiten viel weniger Milch. In früheren Zeiten haben die Heuschrecken die Ernten in Ägypten zerstört. Dies war angeblich eine Strafe Gottes.
In der Sahara ist Salz besonders wertvoll. Wegen der Hitze und Trockenheit schwitzen die Menschen viel und verlieren dadurch Salz, das der Körper braucht. Vor vielen Jahren haben die Araber in der Wüste sogar Salz für Gold umgetauscht. Die Araber gewannen Salz vom Meeresboden. In manchen afrikanischen Ländern wird Salz auch heute noch statt Geld verwendet. In den trockenen Regionen sind Getreide und trockenes Brot die Hauptnahrungsmittel. Um kürzere Trockenzeiten zu überstehen, müssen die Nahrungsmittel aufbewahrt werden. Ein populäres Gefäß dafür ist der Flaschenkürbis. Der Kürbis wird ausgehöhlt und die Schale dient dann als billiges, haltbares und leichtes Gefäß, das sich zum Transport von Nahrungsmitteln gut eignet. Andere Behälter werden aus Metall oder Stroh fabriziert.
An der Westküste wird viel gefischt. Fischer sind immer darauf bedacht genügend Fische für die ganze Gemeinschaft zu fischen. Netze werden immer sorgfältig überprüft, damit nie ein Loch den Fang des Tages entfliehen läßt.
Der Maasai Stamm im südlichen Afrika glaubt, daß man von einer Kuh mehr hat, wenn man sie nicht schlachtet. Eine populäre Art Nahrung von einer Kuh zu gewinnen, ist Blut vom Hals des Tieres abzusaugen. Das Blut wird dann mit Milch vermischt. Dieses Getränk soll sehr gesund sein und wird einmal wöchentlich getrunken. Der "schwarze Pudding", den die Menschen in der Renaissance in Europa gegessen haben, ist dem blutigen Milchdrink gar nicht unähnlich.
Afrikanische Nahrungsmittel und Spezialitäten sind heutzutage weltweit erhältlich, doch leider sterben auch manche Kulturen aus und mit ihnen ihre Art von Nahrungszubereitung.
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