Kapitel Eins




1.3. Ein starkes mathematisches Mittel : Die Bewegungsgleichung
In diesem Abschnitt richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Bewegung des Elektrons. Der beste Weg
die Bewegung eines Körpers zu beschreiben, ist, eine Gleichung aufzustellen. Genau das wollen wir tun!
Wie wir
in Sek.1.1 (Lorentz-Kraft) gesehen haben, können wir Geschwindigkeit und
Beschleunigung mit Vektoren beschreiben. Um dich zur Bewegungsgleichung zu führen, starten wir
mit einem kleinen Aufwärmtraining.
Die x, y und z Komponenten der mittleren Geschwindigkeit sind definiert
als:

Aus diesen Komponenten erhalten wir den Vektor
der mittleren Geschwindigkeit:

Unser nächster Schritt ist,
die momentane Geschwindigkeit
herzuleiten. Was müssen wir tun? Wir müssen
die Differenz
infinitesimal klein machen. Nach
Leibniz wird dies ausgedrückt als:

So erkennen wir,
dass die Koordinaten der momentanen Geschwindigkeit die ersten zeitlichen Ableitungen der Ortskoordinaten
x(t), y(t) und z(t) sind. Newton hat diese Ableitungen wie
folgt dargestellt:
(1c.01)
Dabei
kennzeichnet ein Punkt über einem Buchstaben die erste Ableitung nach der Zeit.
Genauso können wir die Beschleunigung verstehen.
Die mittlere Beschleunigung ist definiert als:

Wir verfahren
wie mit der mittleren Geschwindigkeit; wenn wir annehmen, dass die Differenzen gegen null streben, bekommen
wir die Komponenten der momentanen Geschwindigkeit vx(t), vy(t)
und vz(t). Analog zu der Momentangeschwindigkeit können wir schreiben:
(1c.02)
Wir führten die
Komponenten der Momentangeschwindigkeit als die ersten zeitlichen Ableitungen der Koordinaten x(t), y(t) und z(t) ein.
Somit erhalten wir

Nach diesem Schritt sind wir in der Lage,
Newtons berühmtes zweites Gesetz, Lex Secunda, zu verstehen:
(1c.03)
Kraft
und Beschleunigung
sind
Vektoren. Der Impuls
ist ebenfalls ein Vektor, gegeben durch
(1c.04)
Jetzt siehst du, warum wir unser Aufwärmtraining beschlossen haben;
unsere Bewegungsgleichung lautet:

Nachdem wir eine Menge von paarweise senkrecht aufeinander senkrecht
stehenden Grundvektoren der Länge eins, ex, ey, ez, eingeführt haben (orthonormale Basisvektoren), können wir die Vektoren F und r.. als Spalten schreiben:
(1c.05)
Nun sind wir soweit, unsere
Exkursion abzuschließen. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass du alles vergessen kannst! Sicherlich ist es dass beste,
so viel wie möglich zu behalten. Später werden wir es genauer wissen.
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