Vegan 2000 - Lebensstil des Millenniums

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Vegan 2000 - Lebensstil des Millenniums

Religiöse Gründe für den Veganismus

Einer der Primärgründe, einen veganischen Lebensstiel zu leben, ist aus religiösen Gründen. Viele Religionen stützen das gesunde Essen, einschließlich Seventh-Day Adventists, die Juden, Hindus, Buddhisten, Jains und die Moslems. Obgleich nicht jedes Mitglied jeder möglicher Religion Veganer ist, sind viele vegetarisch und andere geben mindestens darauf acht, was sie essen.

Judentum
Biblische Grundlagen für den Veganismus bestehen schon seit dem ersten Buch. In Genesis 1:29 heißt es: "Gott sagte: Wartet, Ich habe euch jede Pflanze auf dieser Erde die Früchte trägt und jeden Baum der Früchte trägt gegeben, die euch als Nahrung dienen sollen" (die Bibelverse sind aus dem Englischen übersetzt worden und sind daher keine wortgetreuen Übersetzungen des biblischen Textes.), Andere Übersetzungen sagen, "... ist es für Fleisch ". Obgleich wir normalerweise das Wort ' Fleisch ' verwenden, um Tierfleisch zu beschreiben, bezieht sich seine ursprüngliche Definition einfach auf jede " feste Nahrung wie sie vom Getränk unterschieden wird.", (Merriam-Webster) Diese Verse erwähnen nie dass Gott, uns Tiere gibt, um sie zu essen. Tatsächlich hatte man bis vor der "großen Flut" noch nie von de Möglichkeit gehört Tiere zu essen.

In Genesis 9, gibt Gott die Erlaubnis, Fleisch zu essen. Von der Flut überschwemmt, machte die Erde starke geologische Veränderungen durch. Überflüssig zu sagen dass es zu dieser Zeit keine ausreichende Versorgung an pflanzlichen Nahrungsmitteln für Noah und seine Familie gegeben hätte. Obwohl Genesis 6:21 den Gedanken nahe legt, dass die Menschen und Tiere auf der Arche nur pflanzliche Nahrung zu sich nahmen wäre es unpraktisch gewesen, pflanzliche Vorräte für die ersten Monate auf trockenem Land zu speichern. Auch wenn Gott den Verbrauch des Tierfleisches erlaubt, unterstützt er es nicht und es ist auch nicht mehr notwendig.

Als weitere Unterstützung für den Veganismus, lehrt uns die Bibel auch uns um die Umwelt zu kümmern. In Psalm 24:10 heißt es:" Die Erde und seine Fülle sind des Herrn", Deuteronomium 20:19-20 sagt " Wenn ihr eine Stadt für lange Zeit belagert, im Krieg gegen sie um sie zu erobern, sollt ihr keine Bäume mit der Axt zerstören, denn die Bäume können euch Nahrung geben und ihr sollt sie nicht mit der Axt fällen... nur die Bäume die ihr als unfruchtbar erkennt, sollt ihr zerstören und fällen..." Wenn sie einen veganischen Lebensstiel führen, helfen sie der Umwelt. Obwohl indirekt, sind diese ausgezeichnete biblische Unterstützungen für den Veganismus.

Christentum
Ob nun Jesus Fleisch aß oder nicht ist eigentlich ohne Bedeutung, wenn man bedenkt dass die Lehren des Christentums alle drei Gründe für den Veganismus beinhalten: Gesundheit, Tierschutz und das Schützen der Umwelt.

Römer 12:1 sagt, " folglich dränge ich euch Brüder, bei der Gnade Gottes euren Körpern ein lebendes und heiliges Opfer darzubringen, dem Herrn würdig, das euer geistiger Service der Anbetung sein wird.", Ähnlich sagt heißt es in Korinther 6:19-20: " oder wisst ihr nicht, dass, eurer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, der euch von Gott geschenkt wurde und dass ihr nicht euch selbst gehört? Für ihr seid mit einem Preis gekauft worden, folglich preise den Herrn in deinem Körper: Später schrieb Paulus im 1. Korinther 10:31, ", ob dann ihr esset oder trinket, oder was auch immer ihr Alle tut, tut es zum Ruhme des Herrn." Schließlich Johannes III sagt:" Geliebt, bete ich, dass ihr in jeder Hinsicht gedeihet und Gesund seid so wie auch eure Seelen gedeihen. " Dieser Vers zeigt, dass es von Bedeutung ist, was wir essen.

Zusätzlich war Jesus Botschaft eine von Liebe, Mitleid und von Gnade. Heutige Fleischfabriken liefern den schrecklichen Beweis, dass wir die Folterung von Tieren unterstützen, wenn wir uns dazu entscheiden sie zu essen. Einen gesunden Lebensstil zu unterstützen, der freundlich zu den Tieren und zur Umwelt ist, ist ohne Zweifel die bessere Wahl.

Seventh Day Adventists
Ellen White, Co-Gründerin der Kirche der Seventh Day Adventists, glaubte stark an Vegetarismus mit einer Tendenz zum Veganismus. Sie gab an " Gott gab unseren ersten Eltern die Nahrung und erschuf jedem mit dem Bedürfnis zu essen. Es war nicht in seinem Sinne das Leben jeglichen Geschöpfes zu nehmen. Es sollte keinen Tod im Garten Eden geben. Die Früchte der Bäume im Garten waren das einzige das der Mensch zum Leben brauchte." In ihren Büchern fährt sie fort hervorzuheben, dass " Gemüse, Früchte und Körner unsere Ernährung bestimmen sollten. Nicht ein Pfund Fleisch sollten wir zu uns nehmen. Das Essen von Fleisch ist unnatürlich. Wir sollten zum Ursprünglichen Zweck des Menschen in Gottes Schöpfung zurückkehren.

Sie kommentierte auch den Sinn den das Anpflanzen von Futter für Tiere und das anschließende Verzehren von Tieren hat." Die Nahrung von Tieren ist Gemüse und Körner. Muss Gemüse den dadurch verdorben werden, dass es erst an Tiere verfüttert werden, bevor wir Menschen es zu uns nehmen können? Müssen wir unseren Bedarf an Gemüse dadurch decken, dass wir das Fleisch von toten Tieren essen? Gott stellte unseren ersten Eltern Früchte in ihrer reinsten Form zur Verfügung. Er gab Adam die Aufsicht über den Garten Eden, um ihn zu pflegen und sich um ihn zu kümmern und sagte:' Für dich soll dies das Fleisch sein' kein Tier sollte ein anderes der Nahrung wegen umbringen."

Hinduismus
Vor Tausenden von Jahren war Vegetarismus ein Prinzip der Gesundheit und umweltbedingter Ethik. In der uralten Sprache Sanskrit heißt Vegetarismus shakahara. Ein Vegetarier ist ein shakahari. Fleisch essen wurde mansahara genannt, ein Fleischesser ist also ein mansahari. "Skaka heißt Gemüse, während mansa einfach Fleisch heißt. "Ahara heißt " zu verzehren, oder essen. Auch wenn die Kolonialisierung Indiens durch andere Kulturen die vegetarische Ethik der Hindu zerstört hat, bleibt es ein Ideal der Gedanken und des Handelns. Hindu deuten an, dass wir nicht töten sollten um zu leben. In "Tanzen mit Siva" erklärt Satguru Sivaya Subramuniyaswami: Hindus lehren den Vegetarismus als einen Weg um das Verletzen von Lebewesen auf ein Minimum zu beschränken, denn das Konsumieren von Fleisch, Fisch, Geflügel oder Eiern heißt auch das man sich indirekt an der Gewalt und Grausamkeit am Tierreich beteiligt. Die Abscheu vor dem Verletzen und Töten jeglichen Lebens führt natürlich zu einer Vegetarischen Diät, shakahara..."

Neben der Betrachtung des Vegetarismus als eine Verpflichtung zu Gott glauben Hindus auch, dass unsere Taten Auswirkungen auf das Karma haben. Hindus glauben dass durch das Verletzen, Schmerzen hinzufügen und Töten von Tieren sie in einem späteren Leben gleiches Erleiden müssen.

Hindus wissen auch um die Vorteile, die eine strikte vegetarische oder veganische Ernährung für die Gesundheit bietet. Wie schon in unserem Abschnitt über " Gesundheitliche Gründe für den Veganismus" erklärt, leben Veganer oft länger und gesünder und mit weniger Gesundheitlichen Problemen.

Zum Schluss bleibt noch zu erwähnen, dass Hindus um die Bedrohung für die Erde durch die Zerstörung der Umwelt wissen. Einer der Gründe für dies ist die Züchtung einer großen Menge von Nutztieren als Nahrung. Lesen sie mehr über diesen wichtigen Grund für den Veganismus auf unserer Seite über die Umwelt.

Buddhismus
Buddhas berühmtester Ausspruch: " Ein Vegetarier zu werden heißt auch den Strom zu betreten der zum Nirwana führt" zeigt wie die Buddhisten an den Frieden und das Zusammenleben mit der Welt um sie herum glauben. Viele Buddhisten leben einen vegetarischen oder veganischen Lebensstiel, weil sie Mitleid mit den Tieren haben." Möge alles das lebt vom Leiden verschont bleiben" ist ein altes buddhistisches Gebet, das noch von Buddha stammt.

Wie Lin Ching Shywan in " Eine buddhistische Perspektive des Vegetarismus" erklärt ist "Wenn man ein barmherziges und mitfühlendes Herz hat, so wird sich dies in allen Aspekten des Lebens wiederspiegeln; Der einfachste und direkteste Weg ist allerdings sich vegetarisch zu ernähren.

Ähnlich den Hindus glauben auch die Buddhisten an Karma. Das Grundprinzip der buddhistischen Lehren ist das " Gutes mit gutem und böses mit bösem vergolten wird und diese Belohnung nur eine Frage der Zeit ist.

Jainismus
Während der Glauben im Bereich der Ernährung dem der Hindus und der Buddhisten ähnelt, glauben Jains in Vegetarismus in seiner striktesten Form. Vegetarismus wird als eine Art des Zusammenlebens mit anderen Lebewesen betrachtet. Natürlich verlangt die Ernährung der Jains das sie Pflanzen schaden, dies wird allerdings nur aus Notwendigkeit getan. Jains versuchen ein Minimum an Gewalt zu nutzen um ihren täglichen Bedarf an Nahrung zu decken. Sogar einige Pflanzen, die andere Lebewesen versorgen,, wie zum Beispiel Wurzeln und einige Früchte, sind vom Ernährungsplan der Jains ausgeschlossen.

Islam
Gegründet durch den Propheten Muhammad, stützt der Islam die Enthaltsamkeit vom Schweinefleisch, von unreinem Fleisch und von jeglichem Fleisch, das unsachgemäß geschlachtet worden ist. Viele Moslems sind Vegetarier einschließlich der moslemischen "Mullah von Libanon". Casey Kasem ist ein bekannter Star, ist ein moslemischer Mullah und daher auch Vegetarier. Die Sufi, die an eine mystische moslemische Religion glauben sind oftmals auch Vegetarier.

Im Koran heben viele Verse die Gleichheit von Mensch und Tier hervor. In 6:39 heißt es: "Dort ist nicht ein Tier das auf der Erde kriecht, noch ein Vogel der von seinen zwei Flügeln getragen dahinfliegt, aber sie sind Gemeinschaften wie ihr... denn bei ihrem Herrn werden sie alle versammelt sein."

In Amerika gibt es einige Moslems, die Veganer geworden sind, da es schwierig ist an Fleisch, das nach moslemischen Prinzipien geschlachtet worden ist, heran zu kommen.

Obwohl nicht jeder Moslem glaubt, dass eine Vegetarische oder Veganische Ernährung notwendig stimmt der Veganische Lebensstil mit dem Islamischen Glauben in vielerlei Hinsicht überein.


Zitieren und Hinweise



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