Verteidigung
Nicht alle Tiere versuchen sich durch eine gute Tarnung vor Fressfeinden zu verstecken. Viele tragen zu ihrer Verteidigung Warnfarben. Andere können plötzlich die Flügel aufschlagen, auf denen eine Schreckzeichnung sichtbar wird. Als erfolgreiches Abwehrmittel haben sich übelriechende Sekrete bewährt. Die Gespenstschrecken setzen sich mit den Hinterbeinen zur Wehr.
Warnfarben
Wir Menschen kennen das von den Wespen. Wenn wir eine Wespe bedrängen, sticht sie uns. Das verursacht Schmerzen. Wenn wir nun nochmals einem Tier mit den Farben Gelb und Schwarz begegnen, sind wir vorsichtiger. Wir erinnern uns an die letzte Begegnung mit den darauffolgenden Schmerzen.
Stabschrecken:
Die meisten Stabschrecken verstecken sich lieber im Blattgewirr, als aufzufallen. Aber es gibt auch solche, die durch grelle Farben auffallen. Diese Warnfarben bedeuten: Achtung, ich bin giftig oder ungeniessbar! Bei den Phasmiden trifft meist das Zweite zu. Es gibt Arten, die dem Angreifer eine übelriechende Flüssigkeit bis zu 30cm entgegenspritzen können. Zum Beispiel die "Peruanische Farnschrecke" ist sehr auffallend gefärbt.
Gespenstschrecken:
Bei den Gespenstschrecken ist die Technik mit den Warnfarben nicht so weit verbreitet. Sie haben meist nicht so auffallende Farben wie die Stabschrecken. Es gibt schon solche, die mehrfarbig sind, das sind aber meist einander ähnlich sehende Brauntöne, die der Tarnung dienen.
Wandelnde Blätter:
Die Wandelnden Blätter sind hauptsächlich grün und an den Rändern braun-orange. Wir sehen also, dass die Wandelnden Blätter keine Warnfarben haben.

Schreckzeichnungen
im Tierreich nutzen viele Arten Möglichkeiten, um Feinde zu erschrecken oder sie zu beeindrucken. Bei vielen Schmetterlingen findet man auf der Oberseite der Flügel grosse augenähliche Punkte. Um Feinde zu erschrecken klappen sie die Flügel auf. Andere Tiere versuchen grösser zu erscheinen, wie beispielsweise die Kragenechse. Sie kann ihren aus Haut bestehenden Kragen ausbreiten.
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Stabschrecken:
Manche Stabschrecken-Arten haben auffallend gefärbt und gezeichnete Flügel. Pseudophasma rufipes hat ganz rote Flügel, die sie blitzschnell aufschlagen kann, wenn ein Angreifer sie packen will.
Gespenstschrecken:
Bei den Gespenstschrecken gibt es das mit den Schreckfarben und Mustern weniger. Sie sind perfekte Tarner.
Wandelnde Blätter:
Bei den Wandelnden Blättern gibt es das mit den Schreckfarben und Mustern ebenfalls nicht, denn sie sind ja so gut getarnt!

Übelriechende Sekrete
Eine gute Abwehrmethode sind übelriechende Sekrete, die Angreifern auf der Haut haften bleiben oder im Maul brennen. Das Stinktier kennen alle! Sein Sekret haftet tagelang auf der Haut. Wenn es beim Menschen auf Kleider gelangt, kann man diese wegwerfen! In Amerika werden Stinktiere wegen ihrer Zutraulichkeit als Haustiere gehalten. Damit dies möglichst ist, müssen die Stinktiere operiert werden.
Stabschrecken:
Die "Peruanische Farnschrecke" kann ein Sekret an der Vorderbrust ausscheiden, das sehr übel riecht. Wenn ich mit dieser Art im Terrarium hantieren muss, haftet dieser aufdringliche Geruch an meinen Händen und ich muss sie anschliessend gut waschen.
Es gibt noch viele andere Stabschrecken-Arten, die solche Flüssigkeiten ausscheiden können.
Gespenstschrecken:
Bei den Gespenstschrecken ist die Technik mit den Sekreten nicht so weit verbreitet, wie bei den Stabschrecken. Es gibt jedoch einige, die Sekrete versprühen können. Zum Beispiel Extatosoma tiaratum kann ein nicht sehr stark riechendes Sekret ausscheiden.
Wandelnde Blätter:
Wandelnde Blätter haben keine Sekrete, die sie ausscheiden können. Sie brauchen das auch nicht, denn sie sind so perfekt getarnt!

Schlagen mit den Hinterbeinen
Gespenstschrecken:
Die Gespenstschrecken vertrauen lange auf ihre gute Tarnung. Werden sie dennoch bedrängt, heben sie den Hinterleib, biegen ihn Richtung Kopf. Das hintere Beinpaar ist jetzt wie eine Schere geöffnet. Wenn sich der Angreifer zwischen den Hinterbeinen verfängt, schlägt das Tier die Beine in unregelmässigen Abständen zusammen. Weil die Beine mit Dornen besetzt sind, kann das durchaus schmerzhaft sein, aber nicht gefährlich für Menschen! Dieses Verhalten kann man im Terrarium gut bei Heteropteryx dilatata beobachten. Das macht ordentlich eindruck, da diese Art bis 15 cm gross werden kann.
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