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Fortpflanzung

Die Weibchen der Phasmiden werden 2 Wochen nach der letzten Häutung geschlechtsreif. Schon nach weiteren 2 Wochen beginnen sie mit der Eiablage. Die Lebensdauer der Phasmiden variiert von Art zu Art sehr stark.

Paarung:
Viele Phasmiden können sich mit unbefruchteten Eiern fortpflanzen. Das nennt man Parthenogenese. Bei wenigen Arten gibt es gar keine Männchen mehr in Gefangenschaft. In der Regel schlüpfen aus unbefruchteten Eiern nur Weibchen. Wenn ab und zu doch ein Männchen schlüpft, ist das meistens auf eine höhere Temperatur während der Embryonalentwicklung zurückzuführen. Diese Männchen sind dann aber nicht zeugungsfähig, obwohl sie sich mit den Weibchen paaren wollen.
Sobald die Phasmiden nach der letzten Häutung geschlechtsreif sind, paaren sie sich. Bei manchen Männchen befinden sich am Ende des Abdomens zwei Anhängsel, die wie kleine Würmchen ausschauen. Diese dienen dazu, dass sich das Männchen während der Kopulation am Weibchen festhalten kann. Die Anhängsel funktionieren wie eine feine Zange.

Eiablage:
Alle Phasmiden legen Eier. Diese sind von einer relativ harten Hülle umgeben. An einem Pol befindet sich ein Deckel. Die runde Fläche nennt man Operculum, den kleinen, kugelförmigen Aufsatz bezeichnet man als Capitulum. Dieser Deckel wird beim Schlupf von innen durch die Larve aufgedrückt.
Eier werden auf vier Arten abgelegt: Bei vielen Phasmiden werden die Eier einfach fallengelassen. Am Boden sind sie dann gut getarnt, denn sie sehen wie Samen aus.
Legestachel von A. asperrimusAndere wiederum kleben die Eier an Rindenstücke, oder im Terrarium an die Scheiben und Wände. Aretaon asperrimus und einige andere Arten legen ihre Eier in das Erdreich ab. Dazu benötigen sie einen besonderen Legestachel, mit dem sie ihren Hinterleib ins Erdreich bohren können.
Eier von Asceles spec.Eine weitere Ablagetechnik besitzt zum Beispiel Asceles spec. An einer Seite des Eis befindet sich ein kleines Nädelchen Dieses Nädelchen ermöglicht der Art, die Eier in die Blätter zu stecken. Wenn man die Hinterseite des Blattes mit dem Finger berührt, spürt man, dass die Eiernadel durch das ganze Blatt gestochen wurde.

Aktualisiert: Mit, 9. Aug 2000 / Team: C003908