Alexandra lag auf einem Erdspalt, der durch das Zusammentreffen zweier tektonischer Platten entstanden war. Durch das Aneinanderreiben dieser Platten entstanden regelmäßig Erdbeben, welche später das alte Alexandria zerstören sollten, wobei ein großer Teil der alten Stadt im Meer versank. Die Ptolemäer hatten ihre Paläste direkt an der großen Bucht errichtet, an welcher Alexandria liegt. Somit wurden die Bauten dieser Dynastie ein Raub des Meeres.

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie Kleopatras Palast wirklich aussah. Viele Künstler haben versucht, ihn durch Gemälde oder andere Kunstwerke darzustellen. Bis vor einiger Zeit waren diese zum größten Teil imaginären Werke das anschaulichste Mittel, um sich ein Bild von Kleopatras Residenz zu machen. Vor kurzer Zeit jedoch wurden erste Schritte unternommen, die Bucht Alexandrias nach archäologischen Funden zu untersuchen.

Franck Goddio hat sich seit 1980 mit den Geheimnissen des versunkenen Alexandrias beschäftigt. Er brauchte allein 12 Jahre, um die Erlaubnis für seine Forschungen zu erlangen. Zuallererst unternahm er eine generelle Untersuchung des Areals. Nach ein paar misslungenen Versuchen wurden Lagerungsgefäße gefunden. Nach dem antiken Geographen Strabo lagen dies Gefäße auf Antirhodos, der einzigen Insel im Hafen Alexandrias.

 1996 wurden 3’550 verschiedene Tauchgänge unternommen, durch welche Spuren von alten Kaimauern, Statuenfragmente und Inschriften gefunden werden konnten. 1997 wurde sogar eine Straße gefunden. Außerdem wurden breite, quadratische Steine gefunden, welche Spuren der antiken Bebauung darstellen. All dies wurde in einem Gebiet gefunden, das als „Königsviertel“ bezeichnet wird. Nicht weit von diesem Areal entfernt wurden andere Überreste von Gebäuden gefunden. Weil es unmöglich ist, diese versunkenen Gebäude zu heben, wird nur noch untersucht, ob es sich dabei tatsächlich um die verschwundenen Paläste handelt.