Die Kleidung des einfachen Mannes

 Ägyptische Kleider waren äußerst praktisch. Sie konnten aus einem einfachen Stück Wolle oder Baumwolle bestehen, welches auf verschiedene Weise um den Körper geschlungen werden konnte. Es konnte an der Schulter durch eine Fibula oder an der Hüfte durch einen Knoten zusammengehalten werden. Der so entstandene Rock konnte in der Regel gefaltet werden. Wenn auch die meisten Kleidungstücke keine eigentlichen Ärmel hatten, so wurde doch versucht, die Kleider so bequem und elegant wie möglich zu gestalten.

 Diese Kleider waren leicht zu produzieren, zu unterhalten und zu tragen. Die tuchähnlichen  Kleidungsstücke konnten leicht gefaltet und gelagert werden. Außerdem brauchten sie nicht nach Maß geschnitten zu werden, da sie über die Schulter gefaltet wurden. Während des Winters konnte ein Schal über das Kleid geworfen werden.

 Die Kleidung der Königin

 Forschungen haben gezeigt, dass Kleopatra sich oft und gerne als Göttin Isis kleidete.In den Viten des Plutarch, gibt es nur eine einzige Beschreibung eines Kleides, das sie trug, als sie dem Antonius begegnete. Sie segelte den Fluss Cydnus herauf  in einer goldenen Barke mit purpurnen Segeln und silbernen Rudern.

 “Sie selbst lag ausgestreckt und als Venus verkleidet unter einem Baldachin aus goldenem Tuch, und schöne Jünglinge, die wie Amoren geschminkt waren, standen ihr zur Seite, um ihr Luft zuzufächern. Ihre Dienerinnen waren wie Meeresnymphen und Grazien gekleidet, einige steuerten das Ruder, andere arbeiteten am Takelwerk. Die wohlriechenden Düfte drangen von dem Schiff bis ans Ufer, welches von der Menge gesäumt war, teils dem Schiffe auf beiden Ufern folgend, teils aus der Stadt kommend, um es zu sehen.”

 Plutarch, Antonius