Sonnenfinsternisse sind meist nur partielle Sonnenfinsternisse, das heißt, die Sonne wird nicht total durch den Mond verdeckt, so dass noch Licht auf unsere Augen trifft. Da nun aber die benachbarten Flächen, also der Himmel und der vom Mond verdeckte Teil der Sonne dunkel sind und somit weit aus weniger oder gar kein Licht abstrahlen, werden die vorhandenen Lichtstrahlen des nichtverdeckten Teils der Sonne nicht gehemmt, wie es sonst bei hellem Himmel gewährleistet ist. Für unsere Augen bedeutet dies, dass sie einer noch intensiveren Strahlung ausgesetzt sind, als es beim Blick in die Sonne normalerweise der Fall ist. Eine Erblindung wäre die Folge.
Die Sehzellen und die ableitenden Bahnen bestehen aus hochempfíndlichen Substanzen die bei zu großer Energie des einfallenden sichtbaren Lichts leicht beschädigt werden können. Licht mit größerer Wellenlänge (nahe am Infrarotbereich) wird normalerweise durch die Pigmentschicht absorbiert.
Wird diese Strahlung jedoch zu intensiv, so entsteht Wärme, die ebenfalls zu einer Überhitzung führt, Sehzellen werden zerstört.
Der für das Sehen verantwortliche Sehfarbstoff Rhodopsin besteht aus dem Protein Opsin und aus Retinal. Eiweiße reagieren äußerst empfindlich auf zu große Wärme, zu intensive Bestrahlung, sie verändern ihre räumliche Struktur, was bedeutet, dass Opsin bei der Synthese des Rhodopsins nicht mehr zur Verfügung steht, nachdem der ganze Sehfarbstoff bei dem großen Lichteinfall schlagartig zerfallen ist.
Insgesamt bedeutet dies, dass Erregung nicht mehr möglich ist, und wenn auch Erregung da wäre, sie nicht zum Gehirn weitergeleitet werden könnte, die betroffenen Netzhautstellen sind blind.
Die Sonnenfinsternis am 11. August dieses Jahres wird für unser Gebiet zwar eine totale sein, doch wird es zu Beginn der Sonnenfinsternis und gegen Ende helle Streifen geben, die eine Situation wie bei einer partiellen Sonnenfinsternis schaffen. Um der Gefahr einer dauerhaften Schädigung des Auges zu entgehen, sollte also zumindest eine sehr gute Sonnenbrille aufgesetzt werden. Vielmehr zu empfehlen ist jedoch eine spezielle Schutzbrille, die schon zu einem geringen Kostenaufwand zu erwerben ist. Weitere Informationen finden sich hierzu auf folgenden Seiten: www.dwd.de und www.augeninfo.de
Dann wird dieses seltene Schauspiel ein unvergessliches und schönes Ereignis sein.

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