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Es ist deutlich zu erkennen, daß die Längsachse des Taubenschwänzchens (Macroglossum
stellatarum) um einem Winkel von etwa 45° geneigt ist.
Die Flügel werden nicht nur einfach auf und ab, sondern auf einer
komplizierteren Bahn bewegt. Vier Flugphasen lassen sich unterscheiden:
Abschlag, unterer Umkehrpunkt, Aufschlag und oberer Umkehrpunkt.
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Abschlag
Der Falter bewegt seine Flügel diagonal von hinten oben nach vorne unten.
Zunächst wird der Flügel beschleunigt, dann hält er einen Moment die
Geschwindigkeit.
Am Ende des Abschlags wird die Geschwindigkeit des Flügels wieder verringert,
während er um seine Längsachse rotiert wird. Am unteren Umkehrpunkt erreicht
die Rotationsgeschwindigkeit ein Maximum.
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unterer Umkehrpunkt
Der Flügelschlag scheint am unteren Umkehrpunkt für einen Moment stehen zu
bleiben. Währenddessen ist die Rotationsgeschwindigkeit maximal. Der Flügel
wird geradezu um seine Längsachse geschleudert. So kann die aderverstärkte
Flügelvorderkante beim folgenden Aufschlag wieder die Führung übernehmen.
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Aufschlag
Der Flügel wird diagonal nach oben hinten bewegt. Die schnelle Rotation,
die die Flügelvorderkante wieder in Führung brachte, ist beendet und die
Geschwindigkeit des Flügelschlags steigt. Weiter oben wird der Flügel wieder
abgebremst, bis er den oberen Umkehrpunkt erreicht hat.
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oberer Umkehrpunkt
Die Rotationsgeschwindigkeit erreicht wieder ein Maximum. Die Flügel werden
im Vergleich zum unteren Umkehrpunkt andersherum bewegt und so zurück in
die Ausgangsposition rotiert. Im folgenden Abschlag übernimmt die
Flügelvorderkante wieder die Führung.
So sind die Schwingungen von Flügelschlag und Rotation gekoppelt.
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Wenn das Taubenschwänzchen in der Luft steht, beschleunigt es mit seinen
Flügeln Luftmassen nach unten. Diese Luftmassen verursachen Auftriebskräfte,
die das Insekt in seiner Position halten. Die Kräfteverhältnisse des in der
Luft stehenden Falters sind ähnlich wie die eines Hubschraubers, der in der
Luft steht. Der Hubschrauber erzeugt Auftrieb durch die Bewegung seiner
Rotorblätter , das Taubenschwänzchen durch die Schwingung seiner Flügel.
Dieser Vorgang ist viel komplizierter.
Einige wenige Forscher versuchten, die Luftströmungen unter fliegenden Insekten
mit farbigem Staub sichtbar zu machen. Die Strömungsbilder unterschieden sich
von Grund auf von denen der Hubschrauber und waren schwer auszuwerten.
Wahrscheinlich erzeugt das Tier eine Flügelumströmung bei jedem Auf- und
Abschlag, die es am folgenden Umkehrpunkt nach unten abdriften läßt.
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