Verpackung
Die Müllberge wachsen, jedoch
könnte man viel Müll sparen, wenn man nicht alles doppelt und dreifach verpackt, wie zum
Beispiel im linken Bild. Hier würde eine Verpackung für die Patrone voll und ganz
ausreichen. Dies ist eine typisch menschliche Erfindung. In der Natur hätte eine solche
Mogelpackung nie eine Chance zum Überleben gehabt.
Also hat die Natur auch in diesem Punkt die Nase gegenüber dem Menschen vorn. Die
Pflanzen verpacken ihre Samen und Produkte wesentlich umweltfreundlicher. Die Verpackungen
öffnen sich zum richtigen Zeitpunkt und sparen Platz und Material.
Die Banane hat zum Beispiel eine Patente Reißlasche. Keine Frucht lässt
sich so leicht öffnen wie die Banane, und in der Wissenschaft wird es noch etwas dauern,
bis ein so intelligenter Öffnugsmechanismus auf dem Konsummarkt zu entdecken ist.
Um Müll zu sparen, sucht man nun nach neuem Plastikersatz. Und man ist fündig
geworden. Seit einigen Jahren wird an Biopol geforscht. Biopol besteht zu 60% aus
natürlicher Stärke.
Ein zweites Forschungsprojekt ist Mater-Bi - ein Natur-Kunststoff. Es hat eine seidenmatt
glänzende Oberfläche, schmilzt erst bei 135 Grad, lässt keinen Sauerstoff durch, und
ist Lichtbeständig. Mater-Bi ist resistent gegen Öle und organische Lösungsmittel. Er
lässt sich bedrucken oder einfärben. Allerdings hat Mater-Bi einen großen Nachteil, der
zugleich sein größter Vorteil ist. Mater-Bi hält kein Wasser aus.Und noch einen Vorteil
hat Mater-Bi: Es baut sich innerhalb eines Jahres auf dem Kompost vollständig ab.
Weitere Naturverpackungen sind Stroh als erfolgreichen Ersatz für Styropor-Raumpackungen
Kartoffelstärke-Chips als Polystyrol-Chips Ersatz, die man danach zum Masten eines
Schweines nutzen kann. Auch Mülltüten werden schon aus Mais hergestellt.
Links ist eine Haarschampoo-Flasche aus Biopol zusehen. Sie löst sich automatisch im
Wasser auf. Wer weis, vielleicht gibt es in einigen Jahren nur noch Verpackungen aus
Biopol oder Mater-Bi. Das wäre mit Sicherheit ein großer Schritt für die Menschheit,
und ein noch größerer Schritt für den Umweltschutz!

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