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Reinigung

Vom "Lotos-Effekt" hat bestimmt jeder schon mal was gehört. "Lotos-Effekt" kommt von der asiatischen heiligen Lotospflanze (Nelumbo nucifera). Bei ihr ist ein bewundernswehrter Reinigungseffekt entdeckt worden. Wenn die Blattoberfläche schmutzig ist, und ein bischen Wasser über die Blüte läuft, ist Sie danach wieder sauber.

Vorher :

Nacher :

Das verschmutzte Blatt

Das saubere Blatt

Dieser Reinigungseffekt wird Lotos-Effekt genannt. Er funktioniert durch die rauhe Blattoberfläche. Diese hat mikroskopisch kleine Hügelchen, an denen sich kein Schmutz festhalten kann, wenn Wasser darüber läuft.

Wenn das Wasser bei normalen Pflanzen mit glatter Oberfläche abperlt, bleibt der Schmutz liegen. Die Dreckpartickel haben wenn der flache Wassertropfen kommt, immer noch eine große Kontaktfläche zum Blatt, und bleiben somit wieder liegen.

Bei Pflanzen wie der Lotos wird der Schmutz von den Wassertropfen mitgerissen. Auf der Blattoberfläche formt sich der Wassertropfen kugelrund, und somit kann der Schmutz keinen Kontakt mehr zum Blatt herstellen.

Bei einer glatten Oberf&oumlläche..

Bei einer rauhen Oberfläche

Entdecker des Lotos-Effekts ist Wilhelm Barthlott, dem 1997 der Karl Heinz Beckurt Preis verliehen wurde. Er hat die Beschaffenheit der Lotos erforscht, und herausgefunden, dass die Mikrostruktur der Blattoberfläche wenige Mikrometer groß, und Wachsbeschichtet ist. So kann kein Schmutz daran haften, und wird von abperlenden Regentropfen mitgenommen.

Die rauhe Oberfläche der Lotos dient zum Abstoßen der Die rauhe Oberfläche der Lotos Schmutzpartikel.










Wassertropfen auf der Lotospflanzen

Hier ist ein Wassertropfen zu sehen, der sich zu einer Kugel formt, und Schmutzpartikel aufgenommen hat. Die Partikel bleiben auf/in dem Wassertropfen, und nicht auf dem Blatt.


Inzwischen gibt es auch solche Wandfarben und Glasscheiben, die nach dem Lotos-Effekt erfunden worden sind und funktionieren.

 

 





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