Tagebuch/Bericht
DI 22.02. Zweiter Tag
Nach 8 Uhr ging es gleich mit einer Darmdurchleuchtung los. Dabei sah
ich zum ersten mal den Einsatz eines Kontrastmittels. Wir verabreichten
dem Patienten Kontrastmittel in den Darm. So konnten die Ärzte den frisch
operierten Darm auf seine Dichtheit prüfen. Sie beobachteten den Lauf
des Kontrastmittels durch den Darm während das Röntgengerät laufend
Bilder schoss. Als wir damit fertig wahren fing im Nebenraum gleich
eine Angiountersuchung an. Dem Patient musste ein Kontrastmittel ins
Blut verabreicht werden um die Blutgefässe im Bein gut sichtbar zumachen.
Dafür musste man einen Katheter legen. Der Arzt schnitt bei der Leiste
ein und setzte dort ein sogenanntes "Tunnel". Dieser verhindert
das dass soeben entstandene "Loch" ausleiert. Durch diesen
"Tunnel" schob der Arzt ein Röhrchen mit einem Hacken, mit
welchem er versuchte bei der naheliegenden Verzweigung der Aorta einzuhängen.
Dies gelang im nach langem mühsamen aber spannenden navigieren im Körper
des Patienten. Seine Orientierung verschaffte er sich durch den Blick
auf den Monitor mit den fortlaufenden Bilder des Röntgengeräts.
Fazit: Ich erlebte durch meine Anwesenheit bei den Kontrastmitteluntersuchungen
die vermehrt die technische Seite des Röntgengerätes und den damit auch
verbundenen MTRA Beruf kennen.

ã2000
by TQ team #27314 David O. Kilcher and Niccoló dalla Palma.