Jupiter

Jupiter ist der grösste Planet des Sonnensystems. Seine mittlere Entfernung zur Sonne beträgt 5,2 AE. Er umkreist sie alle 11,9 Jahre. Sein Äquatordurchmesser beträgt 142'800 km, d.h. das 11fache von dem der Erde, und sein Poldurchmesser beträgt 135'000 km. Seine Masse beträgt 318mal die der Erde, und seine Dichte liegt bei 1,3

g/cm3. Sie ist also kaum grösser als die des Wassers. Wegen seiner raschen Rotation um die eigene Achse zeigt er eine starke Abplattung. Seine geringe Dichte lässt vermuten, dass sich der Jupiter hauptsächlich aus leichten Elementen, wie Wasserstoff und Helium, zusammensetzt. Seine Schwerkraft ist 2,5mal grösser als die der Erde, so

dass aus seiner Atmosphäre auch die leichtesten Elemente nicht entkommen können. Es wird angenommen, dass die Zusammensetzung vom Jupiter charakteristisch ist für die Materie, aus der die erdähnlichen Planeten einmal entstanden sind. Sein Magnetfeld ist das stärkste des Sonnensystems. Auch wurde eine von dem Planeten ausgehende Radio- und Synchrotronstrahlung entdeckt, die auf geladene Teilchen

(Elektronen) zurückzuführen sind, die sich im Innern seines Magnetfelds bewegen. Aufgrund des starken Magnetfelds und des schwachen Sonnenwindes hat der Jupiter eine gewaltige Magnetosphäre. Im Mittelpunkt des Planeten befindet sich möglicherweise ein Gesteinskern, mit einer Masse, die 10 bis 20mal grösser als die der Erde ist. Der grösste Teil des Planeten, bis in eine Tiefe von 25'000 km, besteht aus metallischem Wasserstoff. In der darüberliegenden 1000 km dicken Schicht ist der

Wasserstoff flüssig. Hier herrschen Temperaturen von mehreren 1000° C. Die 1000 km dicke äussere Hülle stellt die Atmosphäre des Planeten dar. Sie besteht aus Wasserstoff und Helium, im gleichen Verhältnis wie in der Sonne. Ihre Struktur setzt sich aus Wolkenbändern zusammen, die hell ("Zonen" die durch aufsteigende Gasströmungen gebildet werden) oder dunkel sein können (zwei "Bänder", die parallel auf beiden Seiten des Äquators verlaufen und aus Materie gebildet werden, die in

Richtung des Planeteninneren sinkt). Sie enthält ausserdem ovale Flecken und Girlanden, sie sich ständig verändern. Auf 22° südlicher Breite erscheint der "Grosse Rote Fleck", ein Wirbelsturm, der entgegen dem Uhrzeigersinn rotiert und eine Grösse von 40'000 x 14'000 km hat. Bei der Randzone des "Grossen Roten Flecks" handelt es sich um ein Hochdruckgebiet. Die Farbe des Flecks geht wahrscheinlich auf Phosphor zurück. Die Flecken befinden sich in stürmischen Gebieten (mit Windgeschwindigkeiten bis zu 500 km/h). Die Bewegungen der Flecken sind auf den mechanischen Einfluss des Windes zurückzuführen.

Auch die Existenz eines Ringes wurde nachgewiesen, der aber zu schwach ist, um von der Erde aus gesehen zu werden. Er lässt sich in drei Bänder unterteilen, die au mikroskopischen Teilchen bestehen. Der Ring befindet sich 1,8 Radien vom Jupiter entfernt und ist in einen Halo (Hof) eingebettet, der den Hauptring von 30 km Dicke und die beiden Nebenringe umfasst.

Die Ringe des Jupitrs   [Bild wird geladen]

Oliver Flückiger

 

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