Solarthermisch:
Der französische Mathematiklehrer Augustin Mouchot patentierte im Jahr 1861 die erste Maschine, welche mittels der Sonneneinstrahlung Elektrizität erzeugen konnte. Mouchot füllte einen, mit einer Glasschicht umgebenen, Eimer aus Eisen mit Wasser. Die, zwischen dem Eisen und dem Glas, eingefangenen Sonnenstrahlen, liessen das Wasser verdampfen. Der entstandene Dampf trieb einen kleinen Motor an. Augustin Mouchot perfektionierte seine Maschine indem er grosse, schüsselähnliche Spiegel auf das Eisengefäss richtete. Die Spiegel sollten das Sonnenlicht bündeln und somit mehr Dampf erzeugen. Zudem führte Mouchot, um die Wärme zwischen dem Glas und dem Eisen stetig zu erhöhen, die Spiegel, mit Hilfe zweier Achsen, ständig der Sonne nach (Solche Spiegel werden heute in Kalifornien verwendet).
Die Energie, welche Mouchots Maschine erzeugte, war aber derart niedrig, dass weiterhin mit der billigen Kohle Elektrizität gewonnen wurde.
Frank Shuman, ein amerikanischer Ingenieur, stellte um 1912/1913 in Ägypten das erste Solarkraftwerk auf. Er errichtete 25 Kilometer südlich von Kairo fünf verspiegelte Tröge auf. Alle Tröge hatten eine Länge von 60 Metern und wurden während dem Tag laufend auf die Sonne ausgerichtet. Dank dieser immerwährenden Sonneneinstrahlung konnte das Wasser in der Brennlinie der Spiegel fast auf den Siedepunkt erhitzt werden. Mit dem erzeugten Dampf wurden Niederdruck-Dampfmaschinen angetrieben, die das Nilwasser zu den Feldern beförderten. Diese Anlage von Frank Shuman war ein Vorgänger zu den heutigen Solarfeldern in Kalifornien. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in Kalifornien die Sonneneinstrahlung direkt in Elektrizität umgewandelt wird. Im 1. Weltkrieg wurde allerdings dieses Kraftwerk am Nil zerstört und mit den fallenden Ölpreisen sank auch das Interesse an der Sonnenenergie. Erst die Ölkrise zwang wieder zum Umdenken und daraus folgten diverse Kraftwerke, die bis heute Bestand haben und es kommen immer wieder neue dazu.
Solarelektrisch:
Bereits im Jahre 1839 erkannte der französische Physiker Alexandre Edmond Becquerel, dass zwischen zwei Elektroden, die sich in Säure befanden, ein Strom floss, wenn er eine von beiden beleuchtete.
1873 beobachtete Willoughby Smith, ein britischer Ingenieur, dass Selen (ein chemischer Stoff) bei Belichtung den elektrischen Widerstand veränderte. Die daraus resultierende Selenzelle erreichte allerdings nur einen Wirkungsgrad von ca. 1%.
Erst nach ungefähr 80 Jahren entdeckten Angestellte der Bell Telephone Company Labors, dass Siliziumzellen einen fünfmal höheren Wirkungsgrad besassen als die Selenzellen. Diese neuen Zellen wurden erstmals für eine Relaisstation einer Telefonleitung eingesetzt. Wegen den hohen Kosten wurde allerdings diese neue Methode nicht weiter angewandt.
Dank der Raumfahrt verschwand die Siliziumzelle nicht ganz von der Erde. Die Solarzelle war die leichteste Energiequelle und da im Weltraum immer die Sonne scheint auch die effektivste. 1958 schoss man erstmals einen Satelliten ins All, der mit Solarzellen bestückt war. Die Ölkrise verhalf, genau wie den solarthermischen Kraftwerken, der Photovoltaik zum endgültigen Durchbruch. In der Mitte der achtziger Jahre erreichte die Weltproduktion 25 Megawatt und vor zwei Jahren produzierten die Solarzellen weltweit sogar 125 Megawatt.