Die Stauseen werden nicht nur zur Stromerzeugung angelegt. Sie dienen auch zur Bewässerung von Agrargebieten, Wasserversorgung von Mensch und Tier, zum Auffangen des Hochwassers, zur Aufzucht von Fischen und Wasserpflanzen und ebenfalls als Erholungsgebiet oder Wassersportzentren.
Die verschiedenen Formen der Talsperren (so werden Staumauern und Staudämme genannt) werden nicht einfach vom Architekten sondern von der Talform, der Geländebeschaffenheit und von den vorhandenen Baustoffen bestimmt. Erwähnenswert wäre noch, dass Staumauern aus Beton oder Natursteinmauerwerken, Staudämme hingegen aus Erde und Stein konstruiert sind.
Es gibt vier Arten von Talsperren die prinzipiell angewendet werden:
Die Bogenstaumauer überträgt die Kraft des Wassers dank der gekrümmten Mauer auf die Talflanken.
Die Gewichtstaumauer hält das Wasser durch ihr Eigengewicht zurück. Die Bogen-Gewichtsstaumauer ist eine Mischung aus den beiden bereits vorgestellten Staumauern. Sie bringt, durch ihr Eigengewicht sowie durch das Abstützen auf die Talflanken, die nötige Kraft auf das gestaute Wasser aufzufangen.
Die Pfeilstaumauer ist einfach eine Betonmauer, die mit Pfeilern abgestützt ist. Um Baumaterial zu sparen, existieren zwischen den Pfeilern, die den Druck des Wassers in den Boden ableiten, Hohlräume.
Der Staudamm ist im Querschnitt sehr viel breiter als hoch. Das Innere besteht aus einem dichten Kern, der beidseits durch Erd- oder Felsmaterial gestützt wird.
Bevor man mit den kostspieligen Bauten an einer Talsperre beginnt, muss man genaue Abklärungen treffen: Der Bedarf an Elektrizität und Wasser muss ausgelotet werden. Ausserdem wird das Kosten/Nutzen-Verhältnis genau bestimmt.
Es ist klar, dass auch natürliche Voraussetzungen für den Bau einer Talsperre bestehen müssen: