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Das Abfallprodukt
Bei den Rückständen, die aus der Atomspaltung entstehen, misst man die Zeit, bis die radioaktive Strahlung nur noch die Hälfte beträgt. Das nennt man Halbwertzeit und die ist bei jedem Stoff wieder anders. So hat zum Beispiel Jod-131 eine Halbwertzeit von 8 Tagen und Plutonium-239 eine von 24000 Jahren.

Die gasförmigen Spaltprodukte werden in eine Abgasanlage geleitet und dort solange zurückgehalten, bis die Radioaktivität dieser Gase nur noch einen kleinen Bruchteil der ursprünglichen enthält. Flüssige Abfälle, wie das Kühlwasser, werden in speziellen Behältern aufgefangen und gereinigt. Danach kann das Wasser problemlos an die Flüsse abgegeben werden.

Bei den festen Rückständen unterscheidet man zwischen kurzlebigen schwach- und mittelakiven, langlebig-mittelakiven und starkaktiven Abfällen.

Das Abfallprodukt
Die Entsorgung
Die Wiederaufbereitung
Die Endlagerung

Die Entsorgung
Die kurzlebigen schwach-aktiven Abfälle, dazu gehören Isoliermaterial, Schutzanzüge, Papier, Werkzeuge usw., werden in einer speziellen Anlage verbrannt und in Stahlfässer abgefüllt. Die Rückstände der Reinigungssysteme sind kurzlebig mittel-akiv. Sie werden ebenfalls in Stahlfässer abgefüllt und zusätzlich mit Beton oder Kunststoff verfestigt.

Die kurzlebigen Abfälle werden zuerst im Zwischenlager beim AKW gelagert und gelangen erst von dort ins Endlager.

In einem Kernkraftwerk sind nur etwa 1% der entstandenen Abfälle kurzlebig schwach- oder mittelaktiv. Über 99% der Radioaktivität bleibt in den Brennelementen und ist langlebig mittlel- oder starkaktiv. Die Brennelemente bleiben mindestens 6 Monate im Atomkraftwerk, bis sie keine Wärme mehr abgeben. Danach werden sie in 120 Tonnen Spezialbehältern in die Wiederaufbereitungsanlage transportiert.

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Die Wiederaufbereitung
Zuerst werden die Brennelemente drei Jahre in einen Lagerbecken aufbewahrt. In dieser Zeit zerfallen die radioaktive Stoffe noch mehr. Nun werden die Brennstäbe aufgeschnitten und in einem chemischen Vorgang aufgelöst. Die beiden Elemente Uran und Plutonium (ein neu entstandenes und spaltbares Element) werden chemisch voneinander getrennt. Diese beiden Stoffe verwendet man zur Herstellung neuer Brennelemente.

Die Stoffe, welche nun nicht mehr gebraucht werden, lagert man in flüssiger Form ein weiters Jahr. Dadurch zerfällt die Radioaktivität noch mehr. In einem zweiten Schritt verglast man diese Rückstände mittels einem chemischen Vorgang. Diese 1,5 Meter hohen Stahlzylinder sind problemlos während Jahrzehnten in einem Zwischenlager abstellbar, bis sie ins Endlager überführt werden.

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Die Endlagerung
Bei den langlebigen mittel- und starkaktiven Abfällen muss man ganz sicher sein, dass keine Wasser zu ihnen vordringen kann, um danach die Umwelt zu verschmutzen. Man schaltet daher möglichst viele, voneinander unabhängige Sicherheitsbarrieren ein.

Zuerst werden die Rückstände verglast und in Stahlzylinder eingefüllt. Danach schliesst man diesen Zylinder in korrosionsresistente Behälter ein. Als dritter Schritt umhüllt man diesen Behälter mit möglichst wasserundurchlässigem Material. Nach dem lagert alles in geologisch stabilen und wasserdichtem Gestein ein. Über die eingeschlossenen Behälter schüttet man zum Abschluss noch mehrerer hundert Meter Gestein. Um zu den Lagersilos (die sich etwa 500 - 1500 Meter unter der Erdoberfläche befinden) zu gelangen, bohrt man Schächte, in denen die Behälter transportiert werden.

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Da die kurzlebigen schwach- und mittelaktiven Stoffe viel schneller Zerfallen, muss man diese nicht so verpacken wie die langlebigen Rückstände. In die mit Abfällen gefüllten Fässer gibt man sogenannte Verfestiger, welche die radioaktiven Stoffe binden. Danach werden die Fässer in Container zusammengefasst und mit Zement umgeben. Als nächstes schliesst man die Container in Beton ein und lagert sie im Endlager in mindestens 100 Metern unter der Erdoberfläche. Atomkraft
Funktionsweise
Vor-/Nachteile
Und die Abfälle?
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