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D. aus der Denkfabrik


   
   
Doping aus der Denkfabrik

In jedem Menschen schlummern Zauberstoffe, die ihn glücklicher machen. Mit etwas Know-how kann man sie jederzeit aktivieren.

Kleinkinder und tanzende Derwische erleben es immer wieder: Schnelles Sich-im-Kreis-Drehen bewirkt ein rauschhaftes Gefühl. So angenehm, dass es beinahe süchtig macht.

Mediziner wissen, warum: Heftiges Rotieren setzt im Gehirn sogenannte "analgetische Endorphine", sprich: starke, körpereigene Opiate, die völlige Schmerzunempfindlichkeit bewirken können, frei.

Ein Selbstversuch bestätigt es: Drehen Sie sich etwa 15 Minuten lang ständig im Kreis - bei Schwindelgefühl immer die Richtung wechseln -, und die Endorphinausschüttting wird so gross sein, dass Sie keinen Schmerz verspüren, wenn Sie sich danach mit einer Nadel in den Finger stechen.

Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, hochwirksame Drogen und Arzneien auszuschütten, wird derzeit intensiv erforscht. Pharmafirmen in aller Welt bemühen sich, die Wirkstoffe zu synthetisieren und als Medikamente zu verkaufen. "Warum da nicht gleich die innere Apotheke benützen?" zog der Münchner Arzt und Psychotherapeut Dr. Josef Zehentbauer den kürzeren Schluss und suchte nach Techniken, die's möglich machen.

In seinem Buch Körpereigene Drogen (Verlag Artemis & Winkler) gibt er jetzt Anleitungen dazu.

Beispiele:

  • Die Intelligenz-Droge Acetylcliolin wird am besten durch regelmässiges "Hirn-Jogging" aktiviert. Teilen Sie etwa die Zahl 9998 im Kopf ständig durch zwei, oder zählen Sie von 155 rückwärts bis null. Gut für einen klaren Kopf.


  • Die Glücks-Droge Serotonin wird durch konzentrierte Atemübungen freigesetzt. Täglich eine Viertelstunde lang bewusst atmen macht ruhig und ausgeglichen.


  • Die Leistungs-Droge Noridrenalin kitzelt kontrollierter Schlafentzug hervor. Ein Trick, der auch gegen depressive Verstimmungen hilft.


  • Die Kreativitäts-Droge Dopamin reagiert auf freies Fantasieren in möglichst absurden Gedankengängen. Erweitert den Horizont.


  • Körpereigene psychedelische Drogen, die ähnlich wie LSD wirken, können durch rigorosen Reizentzug, intensive Meditation oder auch rituelle Reizüberflutung aktiviert werden. Ebenso durch Trommeln, Marathonlaufen oder andere exzessiv rhythmische Anstrengungen.







                                                                                                                                                                                                                                                                                                       
     
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