Styles - "courtesy of PartyNews Magazine"
Acid: Ein organischer, überspitzter und beissender Sound, der auf der berühmten
Bassline des TB 303 von Roland basiert. Der Klang dieses kleinen Zauberkastens lässt sich
wunderbar an die Rhythmen von House (Acid House), Techno, Trance (Acid Trance) und
Hardcore (Acid Core) anpassen. DJ Pierre verdanken wir diesen evolutiven Sound, den er
Ende der achtziger Jahre durch seine Tüfteleien mit seiner Bassline entdeckt hat.
Ambient: Atmosphärische und schwebende Musik, bei der der Schwerpunkt mehr auf
Räumlichkeit und Überlagerung von verschiedenen Synthesizerschichten statt auf dem
Rhythmus liegt. Ambient ist eine typische Musik zum Zuhören und strahlt seine kosmischen
Wellen in Chill-Outs und anderen Entspannungszonen aus. Die Erfinder dieser langen,
flüssigen Melodien sind Eno, Eric Satie, Klaus Schulze, The Orb ...
Wichtige
Labels: Warp, Asphodel, Time, Reload Ambient ...
Big Beat: Eine sehr beliebte Bezeichnung für die enge Fusion von Rock (manchmal auch Jazz
oder Funk) mit der neuen Techno/Breakbeat-Welle.
Künstler: Chemical Brothers, Prodigy, Propellerheads, Death In Vegas ...
Labels: Concrete, XL, Wall Of Sound und die grossen Labels (Sony, usw.).
Breakbeat: Aus dem englischen " Break " = brechen und " Beat " =
Rhythmus. Der Break ist ein Bruch im Rhythmus und drückt sich durch eine kurze Stille im
Trommeln der BPM aus. Die Breakbeats liegen dem von James Brown (siehe " Funky
Drummer ") beliebt gemachten Hip-Hop zugrunde und haben sich schnell auf Trip-Hop und
Drum´n´Bass ausgedehnt. Die Pioniere dieser Richtung waren Anfang der neunziger Jahre
The Prodigy.
Dance: Wörtlich genommen ist Dance nichts anderes als Tanzmusik. In England versteht man
darunter alle tanzbaren Versionen der elektronischen Musik, wogegen dieser Ausdruck in
Frankreich für einen kommerziellen Brei steht, der ein Nebenprodukt von House und Techno
ist.
Deep: New Yorker Variante eines warmen und tiefen House.
DJs/Produzenten: Blaze, St Germain, DJ Deep, Kerri Chandler, Jovonn, Romanthony, Ron
Trent, Kenny Dixon, KOT, Joe Claussel, Roy Davis Jr usw.
Labels: Guidance, Simplex, Bootleg, Pagan, Nuphonic, Basenotic ...
Disco: Der Disco ist gegen Ende der siebziger Jahre entstanden und ist mit seinem
repetitiven Beat und seiner Fetenstimmung das musikalische Verbindungsstück zwischen
Rhythm´n´Blues und Soul (den eigentlichen Wurzeln des schwarzen Groove) auf der einen
Seite und dem House auf der anderen Seite. Seine Stars sind Cerrone, Donna Summer,
Sylvester usw.
Drum´n´Bass: Die charakteristische Kombination von Bass und Schlagzeug beim Jungle
(Siehe " Jungle ").
Dub: Der Dub stammt direkt vom Reggae ab und vermittelt die gleiche laszive und schwebende
Stimmung, die mit allen möglichen elektronischen Effekten (Echo, Reverb usw.) ausgebaut
wird. Dieser computerisierte Rasta lässt sich problemlos mit House, Ambient und Jungle
vermischen.
DJs/Produzenten: Adrian Sherwood, Asian Dub Foundation, Pressure Drop, Fun-Da-Mental,
Phluide, Tranglobal Underground.
Labels: Nation, Cup Of Tea, QFM, Warner Chapell Music.
Electro: Minimalistische Grundversion der elektronischen Musik, die Ende der siebziger
Jahre mit den Robotern von Kraftwerk entstanden ist. Dieser europäische Urahn des Techno
kündigte das kybernetische Zeitalter der allmächtigen Maschine an und stand am Anfang
einer musikalischen Revolution.
Unter den Gruppen des Electro-Revival finden sich Aux 88, Dave Clarke, Claude Young und
LFO.
Experimental: Hierunter fallen alle Musikrichtungen, bei denen die Hexenmeister die
Grenzen der Musik mit ihren Klangsuchen immer weiter hinausschieben. Mit dem Ausdruck
Experimental (oder " Weird " = seltsam) fasst man alle Jünger von verquerer
Musik zusammen, die man sonst in keine Schublade stecken kann.
Künstler: Aphex Twin, Leo Anibaldi, Autechre, Oliver Moreau, The Black Dog, Disjecta,
Lagowski, The Advent ...
Labels: Rephlex, Warp, X-Perimental, Sublime, April, Gravity
Gabber (oder Happy Core): Sehr kommerzieller Hardcore aus Holland mit einem extrem
schnellen 4/4-Takt und einem " käsigen " Sound. Diese fröhliche Bum-Bum-Musik
ist das genaue Gegenteil des Underground-Hardcore, der sich düster und gequält anhört.
Beliebte DJs: The Prophet, Dano, Buzz Fuzz, Gizmo (The Dream Team), Dark Raver, Guiz Ohm
...
Labels: Mokum, ID&T, Dom, BRRR, Ruffneck ...
Garage: Ein House, der von Soul und Disco abstammt und sich durch die Vocals der
Sängerinnen auszeichnet.
DJs/Produzenten: Masters At Work, Byron Stingily, Nuyorican Soul, Claudio Cocolutto, Roy
Davis Jr, Joe Claussel, Frankie Knuckles, Sven Love, Paul Johnson ...
Labels: Strictly Rhythm, Cheers, Nervous, King Street, Azuli, Basement Boys ...
Goa: Goa ist eine Küstenregion im südlichen Indien, die für ihre " Rave-Strände
" bekannt ist und ihren Namen einer psychedelischen und bohrenden Version des Trance
gegeben hat. Obwohl es vor Ort weder Künstler noch Produzenten gibt, wurde diese
Psycho-Strömung mit ihren albernen Sprüchen schnell in Europa (vor allem in London), in
Japan und in Israel aufgegriffen. So entstand eine kommerzielle und mittlerweile immer
weniger kreative Trance-Richtung, bei der die in Goa durchlebten Erfahrungen einfliessen.
DJs/Produzenten: Hallucinogen, Juno Reactor, Astral Projection, Mark Allen, Man With No
Name, Total Eclipse, Transwave ...
Labels: TIP, Blue Room, Matsuri, POF, Spirit Zone, Flying Rhino, Symbiosis, Perfecto ...
Handbag: Kommerzielle Vocal-Variante des House. Der Name dieses " Sub-Garage "
stammt von der Angewohnheit der englischen Club-Miezen, ihre Handtaschen auf dem
Dancefloor abzustellen, um die Arme bei Tanzen freizuhaben.
Hardcore: Diese extremste Strömung der elektronischen Musik basiert auf einem
ultra-schnellen Beat und auf industriellem, brutalen, düsteren und intensiven Klängen.
Die Bezeichnung Hardcore passt auch auf Rock, Rap und Sexfilme - eben auf alles Extreme
und Gewalttätige.
DJs/Produzenten: Lenny Dee, Liza´n´Eliaz, PCP, Dr Macabre, Manu le Malin, Oliver
Chesler, Laurent Hô, XMF, Speed Freak, Alec Empire ...
Labels: Industrial Strength, Napalm, Epithêt, Explore Toi, BEAST, Praxis ...
Hardhouse: Diese House-Variante ist mit ihren hämmernden Rhythmen der ideale Kompromiss
zwischen dem Groove des House und der Kraft des Techno. Unübertreffbar auf dem
Dancefloor.
Hip-Hop: Die Musik-Kultur, die aus dem Rap hervorgegangen ist.
Hip-House: Eine Fusion aus Hip-Hop und House, die in New York zu Beginn der achtziger
Jahre sehr beliebt war. Er wird auch Freestyle genannt.
House Music: Der House ist in der Mitte der Achtziger in Chicago entstanden und ist das
Ergebnis von technologischen Experimenten, einer Mischung aus Samples des berühmten TR
808 von Roland und der vielfältigen Einflüsse von Disco, Funk und Soul. Er ist der ganze
Groove der schwarzen Musik mit den elektronischen Möglichkeiten von heute.
Berühmte DJs/Produzenten: DJ Sneak, Derrick Carter, Armand van Helden, DJ Pierre,
Armando, Carl Craig, François Kevorkian, Todd Terry, Green Velvet, Larry Heard, Mood 2
Swing, Roger Sanchez usw.
Labels: Cajual/Relief, Glasgow Underground, Svek, Yoshitoshi, Guidance, Pro-Zak, Solid,
DIY ...
Indus: Eine industrielle Musik, die Ende der Siebziger entstanden ist und vom Krautrock
und Gruppen wie Throbbing Gristle ins Leben gerufen wurde. Der Indus verbindet
Stadtgeräusche und metallische Klänge zu einem elektronischen Lärm, der die
post-industrielle Ära einläutet.
Künstler: Einstürzende Neubauten, Speedy J, Ministry, Nine Inch Nails usw.
Jungle (oder Drum´n´Bass): Diese Musikrichtung ist Anfang der Neunziger in London
aufgetaucht und stützt sich auf einen beschleunigten Breakbeat, zu dem Reggae- oder
Soul-Vocals und Synthesizer-Schichten kommen.
DJs/Produzenten: LTJ Bukem, Goldie, Alex Reece, Ed Rush, Roni Size, Fabio, Groove Rider,
Adam F, DJ Krust, Morpheus, Kruder & Dorfmeister, Patrick Pulsinger, Gilb´R ...
Labels: Crammed, FFRR, F-Jam, Metalheadz, Moving Shadow, Ninja Tune, SSR, Talkin´ Loud,
Versatile ...
Listening Music (oder Intelligent Techno): Eine Musik, zu der man nicht einfach so tanzt,
sondern der man - wie der Name schon sagt - genau zuhört, um auch alle klanglichen
Feinheiten mitzubekommen. Sie umfasst alle Experimente von Techno, Ambient und der
elektronischen Avantgarde.
New Beat: Ein Techno-Gestammel Made in Belgium, das dem Electro sehr ähnlich ist. Ein
Erfoglstitel dieser Richtung ist " Rock To The Beat " (aciiiiid!) von Kevin
Saunderson.
New Age: Synthetische Zen-Musik, die mit dem Ambient verwandt ist und der man entspannende
Eigenschaften nachsagt.
Progressive: Diese evolutive und simplizistische Richtung war urprünglich durch den
englischen Pop inspiriert und fristet mittlerweile ein Mauerblümchen-Dasein. Verbunden
mit Trance und House Rhythmen war ihre Sternstunde in den Jahren 1992-94.
Psychadelic: Bewusstseinserweiterung durch die Einnahme von Drogen, aus der eine
musikalische Strömung mit kosmischen Sounds und verzerrten, schwebenden Klängen in der
Gegenkultur der sechziger Jahre entstanden ist. Stars in der Rockszene waren Pink Floyd
und Can; in der Trance-Szene könnte man Hallucinogen, Juno Reactor und Juantrip´
aufführen.
Speed Garage: Diese momentan brandaktuelle Variante ist eine Mischung aus Vocal House und
Drum´n´Bass. Ihre Initianten sind Tuff Jam, Sneaker Pimps mit ihrem Hit " Spin
Sugar ", RIP, Scott Garcia, The Dream Team (Timmy Magic, Mikee B und DJ Spoony) usw.
Techno: Der Ausdruck " Techno " ist mittlerweile weitgehend banalisiert, weil
mit ihm alles bezeichnet wird, was irgend etwas mit technologischer Musik zu tun hat. Und
wenn alles Techno ist, gibt´s den Techno nicht mehr. Ursprünglich kommt diese Musik aus
Detroit und geht etwa auf 1988 zurück, als die Künstler der Underground Resistance
(Derrick May, Mad Mike, Juan Atkins usw.) sie ins Leben gerufen haben.
Andere DJs/Produzenten: Jeff Mills, Stacey Pullen, Kevin Saunderson, Joey Beltram, Josh
Wink, Richie Hawtin, Luke Slater, Laurent Garnier, Neil Landstrum, Christian Vögel,
Emmanuel Top, Surgeon.
Labels: Transmat, UR, Tresor, +8, NovaMute, R&S, Reload, Axis, Soma, Essence, Hybrid
usw.
Trance: Diese elektronische Richtung kommt aus Deutschland und unterscheidet sich vom
Techno durch seinen leichteren und etwas schnelleren Beat sowie seine synthetischen
Melodien und hypnotisierenden Schleifen. Der Trance ist eine mentale und tanzbare Musik,
die einen auf einen Trip mitreisst und die am Anfang der neunziger Jahre unter dem
Einfluss von Sven Väth und seinem Label Eye Q/Harthouse entstanden ist. Mittlerweile ist
sie in zahlreiche Richtungen aufgespalten: Acid, Core, Progressive, Goa und Happy.
DJs/Produzenten: Paul van Dyck, Humate, LSG, Commander Tom, Jim Clarke, Spicelab, Cosmic
Baby.
Labels: Noom, Le Petit Prince, Important, Time Unlimited, Millenium.
Tribal: Tribal ist ein Stil, bei dem viele Percussions und rhythmische Texturen eingesetzt
werden.
Trip-Hop: Dies ist eine Hip-Hop-Strömung, die sich von den Rap-Elementen befreit hat und
Experimenten und Fusions mit Ambient, Jazz, House und Jungle sehr offen gegenübersteht.
Trip-Hop ist eine Mischung aus verschiedenen ethnischen Einflüssen und zerhackter
Rhythmen auf der Basis von Instrumentals. Bekannte Vertreter sind Tricky, Portishead, DJ
Cam, Mighty Bop, Howie B, Massive Attack, Tosca und James Lavelle.