Interdisziplinaeres Projekt DAS LICHT

R E L I G I O N

Das Symbol des Lichts ist gegenwaertig in allen antiken kultischen Handlungen: das Feuer, das die Vestalinnen gehuetet haben ist ein Symbol des ewigen Lichts.

In antiken Gestalten werden die Sonnen - oder Lichtgoetter mit einem Aureola um den Kopf herum dargestellt. Die christliche Ikonographie ubernahm diese Symbole unter dem Einfluss der griechischen Kunst.

In der religioesen Literatur treten Goetter, Helden und Propheten auf,oft von Flammen oder Licht umgeben ,damit ihre erleuchtende Wirkung zum Ausdruck gebracht wird.

(Ikone-Die orthodoxe Kirche in Sarajevo)

Chanukka ist ein juedischesFest des Lichts, das acht Tage dauert. Dieses Fest soll an die erneute Weihe des Jerusalemer Tempel im Jahre 164 v.Chr.erinnern, nachdem die Syrier aus Jerusalem vertrieben wurden.

Menora - siebenarmige Leuchte. Diese Bezeichnung benutzt man ebenfalls fuer die achtarmige Leuchte, die die Juden bei der Feier Chanukka benutzen.

Bei dieser Gelegenheit wird an jedem Abend eine Kerze angezuendet.Die Zahl acht verbindet man mit einer Legende die sagt dass im Tempel nur sehr wenig Oel fuer die rituelle Lampen vorgefunden wurde. Die Menge reichte jedoch fuer acht Tage. Die Kerzen werden mit einer neunten Angezuendet, die Shamash genannt wird.

Die Antithese des Lichtes und der Dunkelheit ist auch in der Bibel bemerkbar. Die Abtrennung des Lichtes von der Dunkelheit ist der Anfang der Schoepfung (Bibel, Das Buch der Genesis).

Bei der Darstellung der Ereignisse wird der Zusammenstoss zwischen dem Licht und der Dunkelheit, oder dem Guten und dem Boesen, dem Leben und dem Tod symbolisch dargestellt.

Der Mensch wurde zwischen dem Licht Gottes und Jesus Christis Herrschaft (der Bereich der Herrschung des Guten und der Gerechtigkeit) und der Dunkelheit, Satans Macht (Bereich des Boesens und der Gottlosigkeit) gefangen. So muss der Mensch entscheiden und wird so zum " Sohn der Dunkelheit" oder zum " Sohn des Lichtes". Die jenigen, die das Boese tun, rennen von dem Licht weg, damit ihre Taten nicht enthuellt werden. Andererseits die jenigen, die nach der Wahrheit vorgehen, kommen zu dem Licht und glauben in das Licht, damit sie zu "den Soehnen des Lichtes" werden.

Der Gott beleuchtet, wie mit einer Leuchte, den Weg des Glaeubigen mit seinem Wort und seinem Gebot (Bibel).

Die Weisheit ist das Aufleuchten des ewigen Lichts, das klare Spiegel des Werkes Gottes und das Bild Seiner Guete. (Die Bibel)

(Vitrage-Die katholische Kirche in Sarajevo)

Im Koran erwaehnt Allah an vielen Stellen das Licht. Dem Licht begegnen wir hier als einer Metapher der Wahrheit.

"Siehe, Wir haben die Thora offenbart , in der sich Rechtleitung und Licht befinden." (Koran, 5. Kapitel, 44. Vers)

"Wir gaben ihm das Evangelium, in dem Rechtleitung und Licht enthalten war." (5, 46)

"Sie kraft Seines Willens aus den Finsternissen ins Licht fuehrt, und sie nach einem geraden Wege weist." (5, 15)

"Lob sei Gott, welcher die Himmel und die Erde schuf und die Finsternisse und das Licht machte." (6,1)

"Er ist’s, der die Sonne zu einer Leuchte und den Mond zu einem Licht machte, und ihm Mondstationen (Phasen) bestimmte, damit ihr die Zahl der Jahre und (andere) Berechnung feststellt." (10,5)

Das Mondjahr ist etwa 10 Tage kuerzer als das Sonnenjahr, was dazu fuehrt dass der Fastenmonat Ramadan, der nach dem Mondkalender bestimmt wird, an verschiedenen Orten zu verschiedenen Jahreszeiten ist und sich immer wieder verschiebt. Wenn man den Ramadan nach dem Sonnenkalender bestimmen wuerde, waere er in manchen Gebieten der Erde immer im Sommer und in manchen Gebieten immer im Winter. Das wuerde in der Praxis bedeuten, dass man in manchen Gebieten nur etwa 9 Stunden fasten wuerde und in anderen wiederum etwa 15,5 Stunden. Durch die Benutzung des Mondkalenders vermeidet man die ungleiche und ungerechte Belastung des Glaeubigen.

(Moschee in Sarajevo zur Zeit des Ramadans)

"Und darin den Mond als ein Licht setzte und die Sonne als eine Lampe."(71,16)

Der Barmherzige (Gott) gibt den Menschen zur Kenntnis, dass der Mond nur zum Reflektieren des Sonnenlichts dient und dass er eigentlich kalt ist, waehrend die Sonne als Lichtquelle oder Lampe heiss ist.

Hier, wie im Alten Testament stossen wir auf die Begriffe Licht und Lampe.

"Oder (die Werke erscheinen) wie eine grosse Finsternis in tiefer See. Es deckt sie eine Woge, ueber der eine andere Woge ist; darueber ein Gewoelk. Finsternisse, eine ueber der anderen. Wenn man seine Hand aussteckt, kann man sie beinahe nicht sehen. Und wem Gott kein Licht gibt, der hat kein Licht." (24,40)

Dieser Vers koennte sich auf das Phaenomen, der in Zusammenhang mit der Dispersion steht und in sehr tiefen Ozeanen bemerkt wurde, beziehen. Wenn ein Lichtstrahl auf die Wasseroberflaeche faellt, wird er in sieben Komponenten zerlegt. Die obere Wasserschicht apsorbiert das rote Licht bei einer Tiefe von 10 m .Wenn sich nun ein Taucher bei einer Tiefe von mehr als 10 m verletzen wuerde, wuerde er sein eoigenes Blut nicht sehen. Oranges Licht, z.B. wird bei einer Tiefe vom 50 m, gruenes Licht bei 100 m, und blaues Licht wird bei einer Tiefe von ueber 100 m absorbiert. Daraus stellen wir fest, dass der Ozean je tiefer er wird, immer dunkler wird.

Eine sehr interessante Sache koennen wir aus dem folgendem Vers vermuten: "Es steigen die Engel und der Geist zu Ihm an einem Tage, dessen Mass fuenfzigtausend Jahre ist. (70,4)

Fuehren wir eine der moeglichen Erklaerungen an:

Nach der Einsteinschen Theorie Zeit, Raum und Masse sind keine konstante Werte, sie veraendern sich in der Abhaenigigkeit von der Geschwindigkeit mit der sich ein Koerper bewegt.

= Zeit bei irgendeiner Geschwindigkeit der Koerper - oder

    Teilchenbewegung v

= Zeit, die vergeht im Ruhezustand (normale Zeit)

v = Geschwindigkeit der Koerperbewegung

c 300.000 km/sec (Lichtgeschwindigkeit)

Kommen wir zurueck zum 4. Vers aus dem 70. Kapitel. Ordnen wir nun diese Daten aus dem Vers in den Ausdruck fuer die Dilatation der Zeit:

= 1 Tag

= 50.000 x 365 Tage

Es folgt, dass v c 300.000 km/s. Die Engel und der Geist sind also Phaenomene, die wir nicht sehen und nicht fuehlen, sie bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit, Geschwindigkeit der elektromagnetischen Wellen oder Fernsehbilder.

Genau so wie der Begriff "Licht" in allen Religionen Gottes Gnade, das Gute, die Wahrheit symbolisiert, so moechten wir, mit der Auswahl dieses Themas mitteilen, dass eine universale Idee zur jeder Zeit auf jedem Platz, trotz den verschiedenen Interpretationen, existieren kann.

Der Beweis dafuer ist BOSNIEN!

Synagoge, Orthodoxe Kirche, Katholische Kirche und Beys Moschee in Sarajevo