Die Legende über den Ursprung der chinesischen
Heilpflanzenkunde
Heilpflanzenkunde wird in China seit langer Zeit
ausgeübt. Seit über 5000 Jahren ist sie die Hauptrichtung der
chinesischen Medizin. Wenn auch die chemische Medizin die Vorherrschaft
besitzt, können Heilpflanzen nicht ersetzt werden. Die Mythologie
über den Ursprung der chinesischen Heilpflanzenkunde lautet folgendermaßen:
Man sagt, daß ungefähr vor 5000 Jahren
ein legendärer Kaiser, Shen Nung, einen kristallähnlichen Bauch
hatte, so daß er sehen konnte, was in seinem eigenen Magen geschah.
Weil ihm die Leute sehr wichtig waren, war er dazu entschieden, sie von
ihren Krankheiten zu heilen. Später fing er an, die Kräuter zu
testen, die er fand. Shen Nung hatte immer zwei Taschen dabei. Eine war
für Pflanzen, die als Lebensmittel benutzt werden konnten, die andere
war für medizinische Zwecke.
Tatsächlich hatte er natürlich kein wissenschaftliches
Labor. Um die Wirkung von Kräutern als Medizin herauszufinden, mußte
er sie essen. Dies war der einzige Weg. Er machte sich selbst zum menschlichen
Versuchskaninchen. Sicherlich wurde Kaiser Shen Nung manchmal sehr krank,
wenn er die Kräuter ausprobierte, aber glücklicherweise fand
er immer das Gegenmittel zu einer bestimmten Art von Gift. Gemäß
Huai Nan Tzu, einem alten Buch, nahm er mehr als 70 Arten von Giften an
einem Tag ein, aber glücklicherweise rettete er sich immer selbst.
Man sagt, daß er die Ergebnisse seiner "Experimente" in einem Buch
aufgezeichnet hat, das "Sheng Nung Benchau Jing" (Das Medizin-Buch
von Shen Nung) genannt wird. Es wurde überliefert, daß die Wirkung
von Ginseng unter Shen Nungs Beiträgen war. Mit Sicherheit ist dieses
Buch eine Sammlung chinesischer Weisheit über Heilpflanzenkunde.
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