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"Dangerous little monsters - under the microscope"

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Zecken als Krankheitsverbreiter

Krankheitsbilder der Schildzecken-Borreliose

Welche Organe kann die Schildzecken-Borreliose chronisch oder zeitlich begrenzt erfassen ?

 

Wieso spricht man von Lyme-Borreliose ?

Die sogenannte Lyme-Borreliose wurde nach der amerikanischen Stadt Lyme genannt, in welcher diese zum ersten Mal untersucht wurde.

Wie häufig ist Lyme-Borreliose ?

In dem letzten Jahrzehnt ist sie ums 10-fache angewachsen und es wird geschätzt, daß etwa 10,000 Fälle im Jahre 1992 in den USA vorkamen. Auch in Deutschland stehen jährlich 10,000 Borreliose etwa 150-300 FSME Erkrankungen gegenüber. Sie ist nicht an bestimmte Gebiete gebunden, abhängig von dem Vorkommen der Spirocheten Borrelia burgdorferi , der die Krankheit verursacht

 

Worin unterscheiden sich Schildzecken-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ?

Anders als bei FSME kann gegen die Borreliose nicht geimpft werden, sie ist jedoch als bakterielle Erkrankung mittels antibiotischer Behandlung heilbar. Die Heilungschance steigt mit der Frühzeitigkeit des Erkennens dieser Erkrankung.

 

Wo liegen die Ausbreitungsgebiete der Lyme-Borreliose ?

Lyme Borreliose ist seit 1975 bekannt und ist inzwischen die wichtigste von Zecken übertragene Krankheit. Die Ausbreitung der Lyme-Borreliose beschränkt sich nicht auf die bekannten FSME-Gebiete, sondern auf ganz Europa und auf weite Gebiete der nördlichen Halbkugel.

Tut ein Zeckenstich weh ?

In den meisten Fällen spührt man gar nicht, wenn man von einer Zecke gestochen wird. Die Mundwerkzeuge einer Zeckenlarve oder Nympfe sind winzig klein und verursachen einen völlig schmerzlosen Stich der meist nicht einmal mir Juckreiz verbunden ist, sondern nur eine kleine Rötung in siner Umgebung hervorruft. Daher können sich viele Menschen, die an Borreliose erkrankt sind, gar nicht mehr an einen Zeckenstich erinnern

 

Läßt sich die Borreliose-Erkrankung in verschiedene Krankheitsstadien einteilen?

Nach A. Steere unterscheidet man ein frühes lokalisiertes 1. Stadium und ein verschiedene Organsysteme betreffendes 2. Stadium mit oder ohne Beteiligung des zentralen Nervensystems sowie das 3. Stadium, welches schon chronische Erkrankungen aufweist. Diese Stadien müssen jedoch nicht von allen Erkrankten durchgemacht werden.

Die Folge eines Stiches mit einer borrelienverseuchten Zecke besteht (nach ca. einer Woche) vorerst in einer lokalen Infektion der Haut. Der typische Hautausschlag (das Erythema migrans) kann an einer , meist schmerzlosen Rötung erkannt werden,die sich langsam in die Umgebung ausbreitet. Typisch ist dabei auch diezentrale Abblassung. Diese Rötung verschwindet oft auch ohne Behandlung, was jedoch nicht bedeutet, daß die Erkrankung ausgestanden ist. So typisch das Erscheinungsbild des Erythems auch ist, tritt dieses jedoch nur nach jedem 25. bis 50. Stich einer infizierten Zecke auf. Wenn ein Erythema migrans länger als vier Wochen besteht, spricht man auch von einem Erythema chronicum migrans. Man unterscheidet dabei zwischen der Minor-Form, die nur im Hautsymptom besteht und der Major-Form, die mit grippeartigen Symptomen wie leichtem Fieber, Kopfschmerzen, Gelenks- und Muskelschmerzen kombiniert Komplikationen durch Ausbreitung der Erreger im Körper

In weiterer Folge kann es zur Ausbreitung der Borrelien kommen und damit zu Allgemeinsymptomen der Erkrankung: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Abgeschlagenheit. Auch über Anfälle von Schwindel und Herzjagen wird berichtet. Es handelt sich dabei um Symptome, die auch bei einer Vielzahl von anderen Erkrankungen auftreten können. Aus diesem Grund darf angenommen werden, daß die Erkrankung oft schwer erkannt wird, aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: die fälschlich diagnostizierte Borreliose.

 

Wie treten die Gelenks- und Muskelerkrankungen auf ?

Wenn es schon bald nach der Infektion zu Schmerzen in den Muskeln, Gelenken und Knochen kommt, treten diese nur über wenige Stunden bis Tage auf und verschwinden von selbst. Solche Beschwerden können oft nicht eindeutig einer Borrelieninfektion zugeordnet werden und man hält diese für "Rheumaschmerzen". Mehrere Monate nach einer Borrelieninfektion tritt bei der Hälfte der nicht mit Antibiotika behandelten Patienten eine echte Gelenksentzündung (Arthitis) mit starken Gelenksschwellungen und Ergussbildung auf. Diese Gelenksentzündungen betreffen zumeist ein oder beide Knie, können aber im Verlauf auch andere Gelenke zusätzlich befallen. Unbehandelt können sich solche Entzündungsattacken wiederholen und schließlich sogar zu Gelenkszerstörungen führen. Selten wurden auch Borrelieninfektionen der Sehnen, Muskeln und Knochen beschrieben.

 

Wie äußert sich eine Mitbeteiligung des Herzens ?

Es kann sehr selten bei der Ausbreitung des Erregers zu einer Mitbeteiligung des Herzens kommen. Die dabei auftretenden Krankheitserscheinungen sind hauptsächlich Reizleitungsstörungen, welche sich nach kurzer Zeit von selbst bilden. In Ausnahmefällen kann es auch zu Herzmuskelentzündungen kommen.

 

Wie äußert sich eine Mitbeteiligung des Auges ?

Als ebenfalls sehr seltene Begleiterscheinung bei Borrelioseerkrankungen wie dem Erythema chronicum migrans oder der Meningopolyneuroradiculitis kann es zu Entzündungen der Bindehaut (Conjunctivitis) der Hornhaut (Keratitis), der Regenbogenhaut (Iridozyklitis) kommen. Auch die Netzhaut und der Sehnerv können mitbetroffen sein. Als alleinige Manifestation der Borreliose sind oben angeführte Krankheitserscheinungen nicht bekannt.

 

Wie äußern sich neurologische Symptome ?

Nach der Ausbreitung der Erreger im Körper kann es zu Entzündungen der Nervenwurzeln kommen, welche zu starken, manchmal unerträglichen Schmerzen und zweitrangig zu psychischen Veränderungen führen. Tagsüber sind die Beschwerden oft gering; zu einer Verstärkung der Mißempfindungen kommt es meist in der Nacht. Es treten neben Schmerzen auch Kälte- und Wärmegefühle auf. Besonders unangenehm sind sogenannte Wanderschmerzen. Zusammen mit einer begleitenden Depression fühlt sich der Patient oft irritiert, wenn seine Beschwerden als rein psychisch abgetan werden oder ihm sogar eine psychiatrische Fehldiagnose einbringen.

 

Wie äußert sich Gesichts- und andere Hirnnervenlähmungen ?

Die neurologischen Symptome entwickeln sich häufig erst Wochen nach dem Zeckenstich. Bei Jugendlichen kommt es zu Nackensteifigkeit. Eine vorübergehende Gesichtslähmung, ist relativ charakteristisch, besonders wenn sie beidseitig auftritt. Auch andere Hirnnerven können betroffen sein (Augenmuskellähmungen, Schluckstörungen). An den Extremitäten sind neben Schmerzen auch periphere Lähmungen möglich. Eventuell werden diese zunächst als Bandscheibenvorfall fehlbefundet

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