Infektionsmöglichkeiten
1. Auf Wanderungen:
Eine Klasse macht einen Schulausflug, wandert durch den Wald und
macht auf einer Waldlichtung eine Picknickpause.
Die Schüler setzen sich auf den Boden, der zum Teil von hohem Gras
und kleinen Sträuchern bedeckt ist. In der Nähe
fließt ein kleiner Bach, an dem einige Schüler spielen.
Am nächsten Tag berichtet ein Schüler, dass er am Abend nach
der Wanderung eine am Bein festgebissene Zecke gefunden hat.
Diese hat er sofort mit den Fingern entfernt. An diesem Morgen hat sich
an der Bissstelle ein roter Hof gebildet.
2. Übertragung durch Haustiere:
Ein Hund ist im Wald herumgelaufen und kehrt anschließend nach
Hause zurrück. In seinem Fell befinden sich einige Zecken, die sich
noch nicht festgebissen haben. Eine von diesen Zecken wird beim Spielmit
dem Hund auf das Kleikind der Familie übertragen.
Am nächsten Tag klagt das Kind über starke Kopfschmerzen und
eine Genicksteifigkeit. Die Mutter geht mit dem Kind zum Arzt und dieser
macht eine Blutuntersuchung, bei der festgestellt wird, dass Borrellioseerreger
vorliegen.
3. Infektionsmöglichkeit in der Stadt:
In einem etwas verwahrlostem Stadtpark, in dem durch herumliegende
Abfälle auch Ratten angelockt werden, finden spielende Kinder einen
Igel, der deutlich von Zecken infiziert ist. Durch Unachtsamkeit wird eine
Zecke auf eines der Kinder übertragen. In den darauf folgenden Tagen
zeigten sich bei dem Kind Grippesymptome, die aber bei ärztlicher
Untersuchung tatsächlich auf eine, duch FSME-Viren verursachte,
Hirnhautentzündung hinwiesen.
4. Infektionsmöglichkeit bei besonders gefährdeten
Berufsgruppen:
Hierzu zählen besonders Tierärzte, Förster, Waldarbeiter,
Gärtner, Landwirte und Landarbeiter.