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Das braune Gold erreicht Europa

Kaffeehaus
lupe Kaffeehaus espresseria.de
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Da die Kaffeebohnen durch Handelsreisende nach Europa eingeführt wurden, waren es die Hafenstädte, welche den Kaffee so populär machten. Das Monopol in Sachen Kaffeehandel hatte ganz klar Venedig, in der meist grosse Mengen an Kaffee entladen und gehandelt wurden. Es folgten London, Marseilles, Amsterdam und Hamburg.
Fast die einzige Möglichkeit an Rohkaffee zu kommen war durch die Schifffahrt gewährleistet, welche grosse Mengen auf einmal laden konnten. Als jedoch das orientalische Getränk bereits einen breit gefächerten Geniesskreis erreicht hatte, währten diese Vorräte nicht lange, da viele Leute ihren Genuss an diesem fremden, wohlschmeckenden und zugleich bekömmlichen Heissgetränk gefunden hatten. Bald schon kamen Händler über den Balkan auf dem Landweg nach Westeuropa.
Die unmittelbare Nähe zur Nordgrenze des Osmanischen Reiches brachte Wien in den frühen Genuss des "Türkentrankes". Im Jahre 1665 liess Sultan Mehmed IV in Wien eine Grossbotschaft errichten, welche mit feinstem orientalischen Luxus ausgestattet und sogar eine Küche, eigens für die Zubereitung von Kaffee beherbergte. Seit diesem Zeitpunkt tranken vieler Wiener jedoch nur im kleinen, privaten Kreise Kaffee, doch dies sollte sich mit der Eröffnung des ersten Kaffeehauses im Jahre 1683 ändern. Wichtig anzumerken ist ausserdem, dass erst ab diesem Datum der Handel mit Kaffee grossflächig ausgedehnt und ausgeübt wurde. Von den Häfen der kleinen Stadt Mocha im Südjemen und Jiddah nahe Mekka wurden die Ladungen per Schiff in die großen europäischen Hafenstädte gebracht.

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