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Die erste geschichtliche Erwähnung des Kaffees

Im Gegensatz zu anderen uns ebenfalls bestens bekannten Getränken wie Bier oder Wein stellt Kaffee eher ein jüngeres Genussmittel dar. Seine Ursprünge reichen ca. ins 14. oder 15. Jahrhundert zurück. Eine historische arabische Schrift wird wie folgt interpretiert: dass Gemaleddin, der Mufti von Aden im Jahre 1454 die ersten Kaffeekulturen anbauen liess. Die dafür verwendeten Samen stammten, so die Überlieferung aus den Bergen Abessiniens. Des weiteren wird angenommen, dass die Bohnen und Blätter zuerst gekaut wurden. Sehr bald entdeckten die erfinderischen Äthiopier jedoch die Extraktion, sprich das Brühen von Kaffee. Sie benutzten die Bohnen jedoch nicht nur zur Bereitung von Kaffee, sondern auch als Zwischenmahlzeit, indem sie die gemahlenen Bohnen mit Fett mischten. Auch das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen wurde zur Herstellung von Wein verwendet.

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Der Augsburger Stadtphysikus und Arzt Leonhard Rauwolf verfasst als erster Europäer eine Beschreibung über das orientalische Heissgetränk: "Es sei gar nahe wie Dinten so schwartz und in Gebresten sonderlich des Magens gar dienstlich. Dies pflegens am Morgen frü zu trincken auss irdinen Porcellanischen tieffen Schälein." Oft wurde Kaffee auch als Arznei gegen allerlei Gebrechen genutzt, und weniger als Genussmittel wie es heute angesehen wird.
Doch die Verbreitung dieses „Teufelsgebräus“ wie die Kirche damals zu sagen pflegte, ging am Anfang nur langsam voran. Vor allem da die Regierung und wie gerade erwähnt die Kirche (deren Worte damals wie Gold aufgewogen wurden) ihr Misstrauen gegenüber diesem neuartigen Genussmittel hegten.

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Der italienische Gelehrte Prosper Alpinus fertigte um 1592, nach einer Reise durch das ferne Ägypten als erstes eine Zeichnung des Kaffeebaums an und schrieb dazu: "Dieser Baum trägt gemeine Früchte welche Bun oder Ban genannt werden."
Das erste Kaffeehaus in Italien erblickte mehr als fünfzig Jahre später das Licht der Welt und wurde am Markusplatz in Venedig erbaut. Trotz obig erwähnten Missbehagen schritt der Siegeszug des Türkentranks unablässig voran.

Weiter mit Der Entstehung des Wortes Kaffee

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